Ökumenisches Heiligenlexikon

Achatius von Byzanz
auch: Agathius, Acato von Ávila, Agario

Gedenktag katholisch: 8. Mai
Gedenktag orthodox: 7. Mai
                                            21. Juli
     Übertragung der Gebeine: 16. Januar
Gedenktag armenisch: 6. Mai
Name bedeutet: Gott hält (hebr. - latein.)
Soldat, Märtyrer, Nothelfer
* in Kappadokien in der Türkei
† 303/304 in Byzanz, heute Ístanbul in der Türkei
Kartenskizze


Kartenskizze

Achatius war Hauptmann im kaiserlichen Heer, stationiert in Thrakien. Er wurde nach grausamen Martern unter Kaiser Maximian in Byzanz - dem heutigen Ístanbul - enthauptet.

In der Überlieferung wurde Achatius vermischt mit einem gleichnamigen Soldaten, der 303 oder 305 in Byzanz - dem heutigen Ístanbul - hingerichtet und an einem Staurius genannten Ort bestattet wurde.

Mehrere Kirchen in Konstantinopel, dem späteren Byzanz, wurden Achatius geweiht - darunter auch eine von Kaiser Konstantin erbaute. Mitte des 15. Jahrhunderts wurde Achatius ins Martyrologium Romanum aufgenommen; seitdem gehört er zu den 14 Nothelfern. Als Acato wird er in Ávila und Cuenca in Spanien besonders verehrt.

„Agatho ist stark”, naive Kachelmalerei zur Erinnerung an Rettung vor deutscher Zerstörung durch amerikanische Truppen im 2. Weltkrieg am 8. September 1949, 1990, an der Stadtmauer in Squillace

Agatho ist stark, naive Kachelmalerei zur Erinnerung an Rettung vor deutscher Zerstörung durch amerikanische Truppen im 2. Weltkrieg am 8. September 1943, 1990, an der Stadtmauer in Squillace   

Eine Legende berichtet, dass Achatius' Leichnam in einem Sarg ins Meer geworfen wurde, aber nicht unterging. Die Wellen trugen den Sarg bis zur Küste in Kalabrien; als Agario wird er in Squillace verehrt. Reliquien liegen auch in Hirsau und Weingarten.

Attribute: Soldat mit Dornzweig und Dornenkranz, mit Schwert, Streitaxt oder Lanze
Patron der Soldaten; gegen Kopfweh, in Todesängsten und ausweglosen Lagen; für Stärkung in Zweifeln


Quellen:
• Friedrich Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. I, Hamm 1990
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 1. Herder, Freiburg im Breisgau 1993
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