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Adalhard war ein Sohn von Bernhard, der ein Sohn von Karl Martell und Halb-Bruder von König Pippin war; Wala war sein Bruder; damit war Adalhard ein Vetter von Karl dem Großen, an dessen Hof er eine gute Ausbildung erhielt. 771 trat er aus Protest gegen die anti-langobardische Politik Karl des Großen ins Benediktinerkloster Corbie ein, das im geistlichen Leben des frühen Mittelalters eine führende Stellung einnahm, wurde dort - nach einer Reise zum Ursprungskloster der Benediktiner auf dem Kloster Montecassino - um 775 vom König zum Abt ernannt Abt und blieb dies bis zu seinem Tod. Er gab dem Kloster neue Satzungen und förderte die Gründung von Diözesanschulen zur Grundausbildung des späteren KlerusEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien..
Adalhard blieb in enger Verbindung mit dem Königshof, an dessen
Bildungsarbeit er sich unter dem Pseudonym Antonius
beteiligte.
Zusammen mit seinem Bruder Wala hatte er
zunehmend mehr Einfluss am Hof. Mit Alkuin
verband ihn Freundschaft, mit Paulus
dem Diakon stand er in regem Austausch. Um 780 wurde er Kanzler des Sohnes
von Karl dem Großen, Pippin,
des Königs von Italien, und dann von dessen Nachfolger Bernhard. 799 nahm er
in Paderborn
an Karls Verhandlungen mit Papst Leo
III. teil, 802 an der SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten.
In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet.
in Aachen
über die Kirchenorganisation im Frankenreich und 809 an der Aachener Synode über
den Filioque
-Streit. Im selben Jahr
machte Karl ihn zum kaiserlichen Gesandten bei Papst Leo.
814 verbannte sein Neffe, Ludwig I. der Fromme, Adalhard wegen seiner Gegnerschaft gegen Benedikt von Aniane und weil man ihn als Mitschuldigen am Aufstand von Bernhard gegen den neuen König sah auf die Insel Herium - die heutige Insel Noirmoutier. 815 gründete Adalhard zusammen mit seinem Bruder Wala beim heutigen Ort Neuhaus im Solling ein Tochterkloster von Corbie. 821 wurde Adalhard begnadigt, war wieder als Ratgeber am Hof von Ludwig tätig, prägte maßgeblich die SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. von Attigny zur Wiederherstellung des Kirchengutes und er konnte nach Corbie zurückkehren; 822 wurde das neue Kloster von Neuhaus an seinen heutigen Platz in Corvey bei Höxter verlegt; dieses erste norddeutsche Kloster wurde schnell berühmt. Adalhard gründete in Corvey auch eine Schule für die Missionierung der Sachsen und in Herford für seine Schwester Theodrada ein Frauenstift nach dem Vorbild des Marienklosters in Soissons.
Adalhard verfasste die Hofordnung für Karl den Großen sowie Statuten für das Kloster Corbie.
Attribute:
im Garten grabend, mit Dornen gekrönt
Patron
der Gärtner; gegen Infektionskrankheiten, Fieber und Typhus
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon