Ökumenisches Heiligenlexikon

Adam von Ebrach

Gedenktag katholisch: 25. Februar
Name bedeutet: Mann aus Erde / Mensch (hebr.)
Klostergründer, Abt in Ebrach
* vor 1100 bei Köln in Nordrhein-Westfalen
† 23. November 1167 / 1169

Adam wurde Zisterziensermönch im Kloster Morimond - im heutigen Fresnoy-en-Bassigny. Von dort aus kam er 1127 in das kurz zuvor vom Edelfreien Berno von Eberaha, einem wichtigen Gefolgsmann des Würzburger Fürstbischofs Embricho, gestiftete Kloster Ebrach. Damit entstand das erste rechtsrheinische Kloster der Zisterzienser, dessen erster Abt Adam wurde. Schon 1134 konnte Adam zusammen mit dem Würzburger Bischof Embricho die erste Klosterkirche einweihen. Sechs weitere Tochterklöster wurden von ihm gegründet.

Freundschaft verband Adam mit Bernhard von Clairvaux, der ihn 1147 mit der Kreuzzugspredigt in Ostfranken und Bayern beauftragte, mit Gerhoh von Reichersberg und Hildegard von Bingen. Für König Konrad III. war er ein wichtiger Berater, 1146 wurde des Königs Gemahlin Gertrud, 1161 ihr Sohn Friedrich von Rothenburg in Ebrach bestattet. Auch die Poltik von Kaiser Friedrich I. Barbarossa, der ihn 1152 zur Teilnahme an der Gesandtschaft an Papst Eugen III. auserkor, unterstützte Adam; im Jahr 1163, als Friedrich I. sich auf die Seite von Gegenpapst Viktor IV. stellte, wandte Adam sich von ihm ab.





Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 1. Herder, Freiburg im Breisgau 1993
• http://www.bautz.de/bbkl/a/adam_v_e.shtml
• http://www.kulturpfad-grafen-castell.de/html/body_ebrach.html
• Friedrich-Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. I, Hamm 1990


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