Ökumenisches Heiligenlexikon

Adolf Clarenbach

Gedenktag evangelisch: 28. September
Name bedeutet: elder Wolf (althochdt.)
Lehrer, Märtyrer
* um 1498 bei Lüttringhausen, heute Stadtteil von Remscheid in Nordrhein-Westfalen
† 28. September 1529 in Melaten, heute Stadtteil von Köln in Nordrhein-Westfalen
Kartenskizze

Adolf Clarenbach, auf dem Bauernhof zum Busche bei Lüttringhausen geboren, studierte in Münster und Köln und schloss 1517 als Magister ab. Um 1520 wurde er in Münster Lehrer an einer Lateinschule und 1524 Konrektor an der Stadtschule in Wesel. Durch Schriften von Martin Luther und Bibelstudium wurde er zum Anhänger der Reformation, deshalb musste er Wesel verlassen. Er predigte dann in Köln und am Niederrhein die neue Lehre, es entstanden mehrere evangelische Gemeinschaften. Das Betreten seiner Heimat wurde ihm vom Bischof, dem Bruder des Grafen von Waldeck, untersagt. 1526 wurde er Privatlehrer in Osnabrück, wurde aber auch dort schnell wieder als Ketzer vertrieben.

Clarenbach ging nun nach Büderich bei Werl zu seinem Freund Johann Klopreis; als der 1528 wegen reformatorischer Umtriebe vor das geistliche Gericht in Köln geladen wurde, begleitete Clarenbach ihn und trat als Verteidiger vor Gericht auf. Auf Drängen des katholischen Klerus wurde Clarenbach verhaftet, der Ketzerei angeklagt und nach fast einjähriger Haft verurteilt; nach einem weiteren halben Jahr im Gefängnis und unter Folter leidend wurde er zusammen mit dem Prediger == Peter Fliesteden in vor den Toren Kölns dem Feuertod übergeben.

Denkmal für Adolf Clarenbach in Lüttringhausen

Denkmal für Adolf Clarenbach in Lüttringhausen   

Adolf Clarenbachs Martyrium beförderte die reformatorische Bewegung in Kurhessen-Waldeck und im Rheinland. Zusammen mit mit == Peter Fliesteden war er der erste Märtyrer der Reformation in Deutschland.


Quellen:
• Friedrich-Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. I, Hamm 1990
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