Ökumenisches Heiligenlexikon

Hadrianus (Adrian)

Gedenktag katholisch: 8. September
Gedenktag orthodox: 26. August
Gedenktag armenisch: 26. August
     liturgische Feier am 4. Dienstag nach dem Assumptionssonntag
Gedenktag koptisch: 26. August
Name bedeutet: Bewohner von Hadria (latein.)
Märtyrer
† um 305 in Nikomedia, dem heutigen Ízmit in der Türkei
Kartenskizze

Hadrianus musste nach der Legende als Hauptmann der römischen Armee unter Kaiser Galerius und dessen Mitregenten Maximian 23 Christen verfolgen. Deren Standhaftigkeit bekehrte ihn und führte zum eigenen Martyrium: Auf einem Amboss wurden ihm mit einer Eisenstange die Beine zerschmettert und mit einem Beil die Hand abgehauen. Seine Frau Natalia stand ihm, Mut zusprechend, bei; ihr erschien er nach seinem Tod, beschützte ihr Schiff im Sturm und verkündete auch ihr den Martertod. Sie brachte seine Gebeine nach Byzanz - das heutige Ístanbul, wo sie beigesetzt wurden.

Reliquien wurden im 7. Jahrhundert nach Rom überführt, Papst Honorius I. weihte ihm die Kirche S. Adriano im Forum Romanum, die aus dem umgebauten Saal der Kurie des römischen Senats entstand und heute nur noch ein Ruinenfeld ist.

Attribute: mit Beil, Amboss, Eisenstange, abgehauener Hand
Patron von Lissabon und Grammont; der Boten, Bierbrauer, Schmiede, Gefängniswärter und Soldaten; gegen plötzlichen Tod, eheliche Unfruchtbarkeit und Pest





Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München, 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Peter Cornelius Claussen: Die Kirchen der Stadt Rom im Mittelalter 1050-1300: A-F. Franz Steiner Verlag Stuttgart , 2002



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