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Ägidius war der dritte Gefährte, der sich Franziskus in Rivotorto bei Assisi anschloss, nachdem er schon vorher in Herzenseinfalt und Gottseligkeit gelebt hatte. Überliefert ist, dass er 1209 Franziskus um Aufnahme in seine Gemeinschaft bat und ihnen dabei eine arme Frau begegnete, die inständig um Hilfe flehte; Franziskus wies ihn an, ihr seinen Mantel zu geben, Ägidius gehorchte und wurde von Franziskus aufgenommen. Ägidius unternahm eine Wallfahrt zu Jakobus nach Santiago de Compostela und ging dann nach Rom, um dort als Arbeiter und Missionar zu leben. Dann reiste er ins Heilige Land, um die Sarazenen zu bekehren.
Nach seiner Rückkehr wirkte Ägidius in Fabriano und in den Marken, schließlich in Rieti. Ägidius erlebte häufig Eksatsen, auch in Gegenwart von Papst Gregor IX., er hatte die Gabe der Weissagung und besaß einen außerordentlichen Verstand, litt aber auch unter häufigen Versuchungen.
Ägidius' Sarg, ein Sarkophag aus dem 4. Jahrhundert, im Oratorium
des S. Bernardino in Perugia ![]()
Ägidius wurde in der Franziskanerkirche in Perugia bestattet; sein Grab wurde eine vielbesuchte Wallfahrtsstätte. Sein Sarg wurde nach dem Auflassen der Kirche in das daneben stehende Oratorium des S. Bernardino überführt.
Kanonisation:
Ägidius' Verehrung wurde von Papst Pius VI. bestätigt.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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