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Agapitus, der aus der Adelsfamilie der Anicia stammte, wurde der
Überlieferung nach als 15-jähriger wegen seiner glühenden Liebe zu Christus
in den Verfolgungen unter Kaiser Aurelian mit Geißelhieben misshandelt, dann
unter dem Präfekten Antiochus gequält; Löwen sollten ihn zerfleischen, doch sie
liebkosten ihn. Daraufhin wurde er enthauptet.
In der Nacht nach seiner Enthauptung wurde sein Leichnam der Überlieferung
nach auf einem nahen Feld namens Quadrelle
bestattet und über seinem Grab im 4.
Jahrhundert eine Basilika errichtet; diese
geht archäologisch auf ein Gebäude eines Heiligtums der Göttin Fortuna
Primigenia - Glück den Erstgeborenen
- zurück. 1117 wurde die Kirche in
Palestrina
erneuert, der Altar mit Agapitus' Reliquien - und solchen der Heiligen Callistus,
Papst Martin I., Valentinus,
Tiburtius, Secundus, Agatha von Catania und
Silvester - von Papst Paschalis II. geweiht.
Reliquien von Agapitus kamen nach einer Überlieferung aus dem 11. Jahrhundert nach Rom und von dort 893 als Geschenk des Königs Arnulf von Kärnten nach Kremsmünster in Oberösterreich. Weitere mutmaßliche Reliquien liegen in Bologna.
Patron
der schwangeren Frauen und kranken Kinder; gegen Leibschmerzen und Koliken
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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