Ökumenisches Heiligenlexikon

Agilof von Köln

Gedenktag katholisch: 31. März
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Köln: 9. Juli

Name bedeutet: der Schwertwolf (althochdt.)

Erzbischof von Köln, (Märtyrer)
† um 751 in Köln (?) in Nordrhein-Westfalen

Kartenskizze Kartenskizze

Agilof trat als Mönch ins Benediktinerkloster in Stablo-Malmedy ein und wurde dort Abt, dann 745 als Erzbischof nach Köln gerufen an Stelle des ursprünglich vorgesehenen Bonifatius. Er wirkte im Sinne von dessen Reformideen, 747 nahm er an der Reichssynode teil.

Die Legende berichtet, dass Meuchelmörder Agilof überfielen und töteten, weil er den fränkischen Hausmeier Pippin den Mittleren auf dessen Totenbett zu überreden versucht hatte, die Nachfolge nicht seinem als illegitim betrachteten Sohn Karl Martell zu überlassen; Karl Martell entstammte einer Friedelehe Pippins, der tatsächlich nach dem Tod seines Sohnes Grimoald zunächst nicht den nächstgeborenen Karl, sondern den Enkel Theudoald als Nachfolger einsetzte; Karl Martell konnte erst später die Macht doch noch erringen. Die Überlieferung vom Meuchelmord kam aber durch eine Verwechslung mit Agilof von Malmedy zustande, dessen Gebeine - wohl am 9. Juli 1063 - nach Köln übertragen und später dort in den Dom gebracht wurden.

Attribute: Falke

Catholic Encyclopedia


Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München, 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Erhard Gorys: Lexikon der Heiligen. dtv, München, 1997
• Otto Wimmer, Hartmann Melzer: Lexikon der Namen und Heiligen, bearb. u. erg. von Josef Gelmi. Tyrolia, Innsbruck, 1988
• http://www.newadvent.org/cathen/01211a.htm
• C. S., Brief vom 27. August 2005
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