Gedenktag katholisch: 13. Januar
gebotener Gedenktag im Bistum Trier
Agritius war möglicherweise zunächst Patriarch von Antiochia - dem heutigen Antakya in der Türkei. Er wurde nach der Überlieferung von Papst Silvester I. auf Bitten von Kaiserin Helena auf den Bischofssitz von Trier berufen.
Agritius nahm 314 mit seinem Diakon Felix an der SynodeSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. in Arles teil, die sich mit dem Donatismus auseinandersetzte. Berühmt wurden unter Agritius die Schulen der Diözese Trier. Athanasius, der um 335 in Trier weilte, pries den hohen Stand des Glaubens in der Diözese. Agritius begann 326 mit dem Bau des Domes als einer monumentalen Doppelkirchenanlage mit zwei nebeneinander liegenden Basiliken an der Stelle eines kaiserlichen Palastes, der ihm von Helena geschenkt worden war; den Umbau des Kaiserpalasts zum Dom zur Zeit des Agritius haben Ausgrabungen bestätigt. Auch das Kloster St. Maximin wird als Agritius' Gründung angesehen.
Agritius hat die Gebeine des Apostels Matthias
sowie den heiligen Rock
Christi
nach Trier
gebracht, wo sie bis heute aufbewahrt werden. Der heilige Rock
wurde von
Helena der Überlieferung nach auf
ihrer Pilgerfahrt nach Jerusalem
gefunden und von ihr der Trierer Kirche zum Geschenk gemacht. Sicher bezeugt
ist die Geschichte des Heiligen Rocks seit dem 12. Jahrhundert, als er in den
Altar eingeschlossen wurde. Kaiser Maximilian ließ 1512 den Altar erstmals öffnen,
um die Reliquie zu präsentieren. Die wird
nur selten gezeigt, zuletzt 1933, 1959 und 1996 - für einen Tag auch anlässlich
des Kölner Weltjugendtags im Jahr 2005 - und gibt dann Anlass zu großen Wallfahrten.
Die nächste Ausstellung wird 2012 stattfinden.
Agritius wurde in St. Maximin in Trier
bestattet. 1936 wurde dort ein frühchristlicher Sarkophag gefunden, den amn
damals für den von Agricius hielt und der noch heute als Agritiussarkophag
bekannt ist. Seine Lebensgeschichte stammt aus dem 11. Jahrhundert.
Über
den heiligen
Rock
und die Diskussion um seine Echtheit informiert das Bistum
Trier.