Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
Lesen Sie vorher bitte unsere Erläuterungen auf der Seite Warum Werbung und wie sie funktioniert.




Menue

Ökumenisches Heiligenlexikon

Alanus von Solminihac

französischer Name: Alain de Solminihac

Gedenktag katholisch: 31. Dezember
gebotener Gedenktag im Orden der Augustiner-Chorherren: 3. Januar

Name bedeutet: der Alane - die Alanen waren ein indogermanisches Nomadenvolk (keltisch - latein.)

Abt in Chancelade, Bischof von Cahors
* 25. November 1593 auf Schloss Belet bei Saint-Aquilin nahe St-Astier in Frankreich
† 31. Dezember 1659 auf dem Schloss in Mercuès in Frankreich

Kartenskizze

Alain de Solminihac

Alain de Solminihac

Dieses Bild weiterverwenden?

Alanus machte zunächst Karriere als Ritter des Malteserordens. Sein Onkel, der Kommende-Abt, sah ihn als seinen Nachfolger vor. 1614 trat er aber als Novize den Augustiner-Chorherren des Klosters Notre Dame in Chancelade nahe Périgueux bei, 1616 legte er die Gelübde ab, 1618 wurde er zum Priester geweiht. Nach vier Jahren Studien in Paris, wo er Franz von Sales kennenlernte und Freundschaft schloss mit Vinzenz von Paul, wurde er 1623 Abt in Chancelade. Unter seiner Führung wurde das zuvor weithin in Trümmer liegende Kloster, in dem nur noch vier Ordensmänner lebten, ein bedeutsames geistliches und wirtschaftliches Zentrum. Innerhalb von elf Jahren konnte Alanus 54 Novizen die Profess abnehmen; ein von ihm entworfenes Regelwerk machte Schule auch bei anderen Augustinergemeinschaften und erneuerte den ganzen Orden.

Als Alanus erfuhr, dass er als Bischof von Lavaur vorgeschlagen sei, ging er nach Paris an den Hof von König Ludwig XIII. und bat, diese Ehre zu verhindern. Der ließ ihn daraufhin 1636 zum Bischof von Cahors berufen, zu dieser Zeit eines der größten Bistümer seines Reiches. Ein Jahr lang bereitete Alanus sich auf diese Aufgabe vor, studierte Schriften - vor allem die von Karl Borromäus - und Konzilsakten - vor allem die des Konzils von Trient. 1637 wurde er dann in der Pariser Kirche Saint-Étienne-du-Mont zum Bischof geweiht. Er reformierte seine Diözese von Grund auf, visitierte die zahlreichen ländlichen Pfarreien und bemühte sich, die kirchliche Ordnung wieder herzustellen. In Cahors gründete er ein Priesterseminar und drängte seine Priester, in verständlicher, einfacher Sprache zu predigen. Er ließ einen Katechismus in okzitanischer Sprache drucken, gründete Waisenhäuser für Jungen und Mädchen sowie Hospitäler für unheilbar Kranke. Sein religiöser Eifer wandte sich vor allem gegen die Protestanten und Jansenisten.

Alanus starb, von 22 Jahren unermüdlichem Einsatz geschwächt, im Schloss von Mercuès, das damals im Besitz des Bistums Cahors war.

Kanonisation: Alains' Seligsprechung erfolgte 1981 durch Papst Johannes Paul II.



Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München, 2001
• http://www.catholic-forum.com/saints/sainta3q.htm
• C. S., Brief vom 27. August 2005
• http://www.kath-info.de/solminihac.html
• http://fr.wikipedia.org/wiki/Alain_de_Solminihac
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 1. Herder, Freiburg im Breisgau 1993
• http://fr.wikipedia.org/wiki/Abbaye_Notre-Dame_de_Chancelade