Ökumenisches Heiligenlexikon

Albert I. von Lüttich
auch: Albrecht
auch: von Löwen

Gedenktag katholisch: 24. November

Name bedeutet: durch Adel glänzend (althochdt.)

Bischof von Lüttich, Märtyrer
* um 1166 in Lüttich (Liège) in Belgien
† 24. November 1192 (oder 1193) in Reims in Frankreich

Kartenskizze Kartenskizze

Albert, Sohn des Grafen Gottfried III. von Nieder-Lothringen, war Archidiakon, dann Propst im Kollegiatstift St. Johann-Baptist in Lüttich (Liège). Gegen seinen Konkurrenten Albert von Rethel wurde er 1191 zum Bischof von Lüttich gewählt, doch Kaiser Heinrich VI. setzte 1192 in Worms Lothar von Hochstaden in das Bischofsamt ein. Albert erreichte aber in Rom seine Bestätigung durch Papst Coelestin III. Weil der Lütticher Bischofsstuhl ja inzwischen besetzt war, wurde er zum Kardinaldiakon ernannt und 1192 in Reims zum Priester und Bischof geweiht. Sein Bruder, Heinrich I., der Herzog von Brabant, verwehrte ihm die aber Rückkehr nach Lüttich. Drei deutsche Ritter aus des Kaisers Gefolgschaft sollen ihn alsbald in Reims ermordet haben.

Kanonisation: Papst Paul V. genehmigte 1613 die Verehrung.
Attribute: Kardinal, 3 Schwerter zu seinen Füßen

Catholic Encyclopedia





Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München, 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Erhard Gorys: Lexikon der Heiligen. dtv, München, 1997
• Otto Wimmer, Hartmann Melzer: Lexikon der Namen und Heiligen, bearb. u. erg. von Josef Gelmi. Tyrolia, Innsbruck, 1988
• http://www.newadvent.org/cathen/01261b.htm
• Friedrich-Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. I, Hamm 1990