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Selbstportrait, 1498, Museo del Prado in Madrid
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Albrecht Dürer erhielt eine Ausbildung bei seinem Vater, einem Goldschmied,
dann bei dem Maler und Holzschnitt-Zeichner Michael Wolgemut. Nach Aufenthalten
in Straßburg
und am Oberrhein und der Heirat 1494 in Nürnberg
reiste er 1494/95 nach Venedig,
wo vor allem Aquarelle von Landschaften entstanden. Dürer pflegte intensive
Kontakte zu den Humanisten seiner Heimatstadt. 1504 erstellte er den Kupferstich
Adam und Eva
, der ein erstes Ergebnis seiner Beschäftigung mit der
Proportionslehre war Ab 1509 war Dürer Ratsherr in Nürnberg, ab 1512 auch für
Kaiser Maximilian tätig: er zeichnete die Holzschnitte der Ehrenpforte
und des
Großen Triumphwagens
sowie farbige Federzeichnungen zum Gebetbuch des Kaisers.
Als Maler schuf Dürer Andachtsbilder und Altäre, so den Dresdner
Altar (um 1496, heute in der Dresdener Gemäldegalerie), den Paumgartner-Altar
(zwischen 1498/1504, heute in München
in der Alten Pinakothek), die Anbetung der Könige
(1504, heute in Florenz
in den Uffizien), das Rosenkranzfest
(1506, heute in Praha
[Prag] in der Nationalgalerie). Seine Werke bezeichnen den Höhepunkt der
Spätgotik und den Übergang zur Renaissance, vor allem seine Selbstbildnisse
drücken das Persönlichkeitsbewusstsein der Renaissance aus. Er war wohl der
erste deutsche Künstler, der sich selbst malte.
Portrait des Erasmus von Rotterdam, 1520, im Louvre in Paris
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Während und nach seiner zweiten Venedigreise 1505 bis 1507 entstanden Portraits und Akte aus seiner Beschäftigung mit den Proportionen des Menschen und dem Ringen um Vollkommenheit. Ähnliches gilt für seine Detailarbeit in der Darstellung von Landschaften, Pflanzen und Tieren. Das wohl wichtigste Thema blieb ihm die Darstellung der Passion Christi. Schon zu Lebzeiten drang sein Ruf weit über die Grenzen Deutschlands hinaus. Aus seiner Spätzeit stammen freie Entwürfe, so einer Kreuzigung und eines Holzschnitts des Abendmahls von 1523.
Sein letztes großes Werk, die Vier Apostel
(heute in München
in der Alten Pinakothek) vermachte Dürer 1526 seiner Vaterstadt; es sollte den
weltlichen Regenten Mahnung und Halt in den wirren Zeiten sein.
Viele
weitere Bilder
und Grafiken von Dürer gibt es bei der Web Gallery of Art.
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon