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Aldegundis war die Tochter von Waldebertus I., dem Regenten für Chlothar II. in der Gegend um Sambre und Maas, und seiner Frau Bertilla, der Tochter des Fürsten von Turinge. Sie entfloh unter dem Einfluss ihrer Schwester Waldetrudis ihren Eltern, als diese sie zur Heirat drängten, und empfing im Kloster Hautmont von Amandus den Schleier als Nonne. Bei ihrer Einkleidung soll eine Taube den Schleier auf ihr Haupt gelegt haben. 661 gründete sie das Doppelkloster Malbodium - das heutige Maubeuge -, wo sie die erste Äbtissin wurde. Eine Kerze, die umfiel und erlosch, als sie mit ihrer Schwester in ein geistliches Gespräch vertieft war, entzündete sich von selbst, als sie sie wieder in die Hand nahm. Im Laufe ihres Lebens wurden ihr zahlreiche Visionen zuteil. Ihre Nichte Adeltrudis wurde ihre Nachfolgerin als Äbtissin.
Aldegundis wurde in Cousolre bestattet. Ihre Reliquien wurden auf Initiative von Adeltrudis nach Maubeuge geholt, sie liegen heute in der dortigen Pfarrkirche. Aldegundis' Verehrung verbreitete sich rasch in Belgien, dem Norden von Frankreich, an den Rhein und bis nach Bayern; auf dem Staffelberg bei Bad Staffelstein in Oberfranken wurde ihr im Mittelalter eine Kirche errichtet.
Patronin
gegen Augen-, Brust-, und Kinderkrankheiten, Krebs, Kopfschmerzen, GeschwĂĽre,
Entzündungen, Fieber und plötzlichen Tod; für Kinder, die schwer gehen lernen