Ă–kumenisches Heiligenlexikon

Alois Ehrlich
Taufname: Franz Seraph

Gedenktag katholisch: 21. Juni
Name bedeutet: der ganz Weise (latein. Form von Alwis, althochdt.)
Ordensmann
* 20. September 1868 in Massing in Bayern
† 21. Juni 1945 in Bamberg in Bayern
Kartenskizze

Franz Seraph Ehrlich war der Sohn einer einfachen, kinderreichen Handwerkerfamilie. Er wurde Schreiner und trat dann 1897 in Straubing in den Karmelitenorden ein, wo er den Ordensnamen Alois annahm. Seine besondere handwerkliche Begabung war im Orden sehr geschätzt, deshalb wurde er in mehrere Klöster gesandt zu Ausbauarbeiten, so nach Bamberg, wo er in der Karmelitenkirche nach 1902 fast die gesamte Innenausstattung, insbesondere die Altäre fertigte nach dem Vorbild der in der Säkularisation verloren gegangenen barocken Kircheneinrichtung aus dem Jahr 1714. Weitere Arbeiten vollbrachte er in Rom und Palästina.

Alois Ehrlich war ein stiller Mensch, er liebte das Gebet, besonders das stille Verweilen vor den eucharistischen Elementen im Tabernakel; mit seiner Frömmigkeit, insbesondere in der Verehrung der Maria, wusste er sich in der Gegenwart Gottes.

Bald nach seinem Tod setzte die Verehrung von Bruder Aloisein. Schon 1948 wurden seine Gebeine in die rechte Seitenkapelle am Eingang der Karmelitenkirche in Bamberg ĂĽberfĂĽhrt.

Kanonisation: Der Seligsprechungsprozess wurde 1953 eingeleitet.

Leben und Glauben von Alois Ehrlich stellen die Karmeliten auf Ihrer Homepage dar.


Web 3.0 - Leserkommentare:

Zum neuen Vizepostulator im Seligsprechungsverfahren des Dieners Gottes Alois Ehrlich wurde P. Johannes M. NĂĽtzel O.Carm. von der Ordensleitung der Karmeliten vorgeschlagen und vom Bamberger Erzbischof Dr. Ludwig Schick ernannt.

P. Johannes M. NĂĽtzel O.Carm. aus Bamberg ĂĽber E-Mail, 14. September 2009


Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Pater Klemens-August Droste vom Karmeliterorden, E-Mail vom 7. Juni 2005
• http://www.karmelitenorden.de/karmelcms/spiritualitaet/a_ehrlich01.html
• Eric Steinhauer. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. XIX, Nordhausen 2001
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