Gedenktag katholisch: 1. September
Name bedeutet: der ganz Weise (latein. Form von Alwis, althochdt.)
Alois, Sohn des Buchhaändlers Paul Scholze und seiner Frau Hedwig geb. Schiller, studierte Theologie in Breslau - dem heutigen Wrocław. Nach Kriegsdienst in Frankreich und Ende seines Studiums wurde er 1921 zum Priester geweiht und wurde Kaplan in Gera, dann in Leipzig. Ab 1931 war er Pfarrer in Leutersdorf in der Oberlausitz. Aufgrund seiner kritischen Haltung zum nationalsozialistischen Unrechtssystem und weil er 1933 einem NS-Verfolgten Fluchthilfe über die nahe Grenze zu Tschechien geleistet hatte, wurde er 1941 verhaftet und ins KZ Dachau eingeliefert, wo er nach gut einem Jahr vollkommen entkräftet starb.
Die seinem Bruder übersandte Asche von Alos Scholze wurde in der Priestergruft des katholischen Friedhos in Dresden beigesetzt. Die Straße am Pfarrhaus in Leutersdorf trägt heute seinen Namen.
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