Gedenktag katholisch: 25. Juli
Name bedeutet: Adel und Bereitschaft (romanisch-althochdt.)
Die Märtyrer von Cuncolim, Bild in der Kirche in Colva auf Salsette

Alphons aus einer adligen Familie schloss sich 1567 dem Jesuitenorden an, wurde zum Priester geweiht und 1574 als Missionar nach Goa in Indien geschickt. Ab 1581 wirkte er als Rektor in Rachol, 1583 begleitete er die Strafaktion der Portugiesen gegen Aufständische in Cuncolim auf Salsette. Zusammen mit vier weiteren Jesuiten - den Priestern Rudolf Aquaviva, Petrus Berno, und Antonius Francisco sowie dem Mönch Franziskus Aranha - einem Portugiesen und 14 indischen Christen wurde er von der aufgebrachten Bevölkerung überfallen. Alphons und Rudolf Aquaviva wurden ermordet, ihre Leichen wurden in einen Bach geworfen, dessen Wasser heute heilende Kräfte zugesprochen werden.
Nach zwei Tagen wurden die Leichen geborgen und in der Kirche Maria-Schnee in Rachol bestattet. 1597 wurden die Reliquien von Alphons und Rudolf Aquaviva ins Paulus-Kolleg in Goa - dem heutigen Velha Goa - überführt; ein Arm und ein Bein von Alphons wurde 1609 in Europa seiner Familie übergeben; 1862 wurden beider Gebeine erhoben und in die Kathedrale von Goa gebracht.
Kanonisation:
Erst 1741 erklärte Papst Benedikt XIV. das Martyrium der fünf Jesuiten
als überprüft; die Seligsprechung erfolgte erst 1893.