Gedenktag katholisch: 22. Januar |
Gedenktag orthodox: 22. Januar
Überführung der Gebeine nach Konstantinopel: 24. Januar |
Gedenktag armenisch: 22. Januar |
Name bedeutet: der Auferstandene (griech.) |
Mönch, Märtyrer
* um 600 in Persien
† Anfang 628 in Betsaloë, heute Kirkuk
im Irak |
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byzantinische Ikone 
Magundat war der Sohn eines Magiers. Er kam 614 als Reitersoldat im Heer
von Großkönig Chosrau II. mit dem persischen Heer nach Jerusalem
und erlebte das Massaker an der christlichen Bevölkerung sowie die Erbeutung
des Kreuzes Christi durch
die Eindringlinge, worauf er sich bekehrte. 620 ließ er sich späteren Patriarchen
Modestus in Jerusalem
taufen und wurde Mönch im Anastasios-Kloster in Jerusalem. Nach sieben Jahren
verließ er aufgrund einer Vision das Kloster; er wurde alsbald in Cäsarea
gefangen genommen und nach Persien zurückgebracht. Dort blieb er trotz Folter
standhaft im Bekenntnis, durfte dann sogar wieder mit anderen Christen die
Messe feiern. Nach seinem Umzug nach Betsaloë
wurde er zusammen mit 70 Gefährten gefangen genommen und in den Fluss
geworfen.
Anastasius' Leiche wurde Hunden vorgeworfen, blieb aber unangetastet. Sein
Kopf wurde dem König Chosrau gebracht; alsbald erfüllte sich Anastasius'
Prophezeiung, dass der König ihn nur wenige Tage überleben werde, weil er vom
eigenen Sohn im Februar 628 abgesetzt und ermordet werde. Sein Leib wurde
ins Sergios-Kloster in Betsaloë
übertragen. Papst Honorius I. holte Anastasius' Reliquien
jüngeren Legenden zufolge im Jahr 632 nach Konstantinopel - dem heutigen
Ístanbul
- und nach dem Zeugnis von Beda
„Venerabilis” - zusammen mit denen von Vinzenz
von Valencia - nach Rom, wo sie in der Kirche SS.
Vinzenzo e Anastasia des Klosters Tre Fontane aufbewahrt sind.
Die Kopfreliquie befindet sich seit 1047 in der Katharinenkapelle im Kaiserdom
in Speyer,
wohin sie Kaiser Heinrich III. zusammen mit dem Haupt von Stephanus
I. hat bringen lassen.
Kanonisation:
Das 2. Konzil von Nicäa
billigte 787 Anastasius' Verehrung.
Patron
der Goldschmiede; gegen Kopfschmerzen und Besessenheit
Catholic Encyclopedia
Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Erhard Gorys: Lexikon der Heiligen. dtv, München 1997
• http://www.newadvent.org/cathen/01455c.htm
• http://ocafs.oca.org/FeastSaintsViewer.asp?FSID=100263
• Mirella Galletti: Kirkuk: The Pivot of Balance in Iraq: Past and Present. In:
Journal of Assyrian Academic Studies, Vol. 19, no. 2, Phoenix / Arizona, 2005
• Dr. Guntram Michael Schwitalla M. A., E-Mail vom 16. Januar 2011
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.):
Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. XIV, Herzberg 1998