Ökumenisches Heiligenlexikon

Anastasius vom Sinai
auch: Anastasius Sinaita

Gedenktag katholisch: 21. April

Gedenktag orthodox: 20. April

Name bedeutet: der Auferstandene (griech.)

Abt des Klosters auf dem Sinai
* vor 640 in Alexandria in Ägypten
† kurz nach 700

Kartenskizze

Anastasius war Abt im Katharinenkloster auf dem Sinai. Er bekämpfte Monophysitismus, Monothelitismus und Nestorianismus sowie die Juden mit solchem Nachdruck, dass er als der neue Mose bekannt wurde. Sein Hodegos, Führer durch den Glauben, eine um 685 veröffentlichte Lehrschrift zur Bekämpfung des Monophysitismus, wurde ein weitverbreitetes apologetisches Werk. Erhalten sind außerdem eine Anagogische Auslegung des Sechstagewerks, die den Schöpfungsbericht als Weissagung auf Christus und die Kirche versteht, 154 Fragen und Antworten über vorwiegend exegetische Themen, mehrere Predigten und eine knapp gefasste Geschichte der Häresien und SynodenSynode (altgriech. für „Zusammenkunft”) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden „Konzil” und „Synode” synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet..

Catholic Encyclopedia


Quellen:
• http://www.newadvent.org/cathen/01455d.htm
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2000
• Friedrich Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. I, Hamm 1990
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