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Anders, Spross einer Familie des hohen Adels, studierte in Paris
und an der juristischen Fakultät in Bologna.
und wurde dann Kanzler des dänischen Königs. Er verfasste eine lateinische
Übersetzung des dänischen Rechts und das große lateinische Hexaemeron
mit 8040
Versen in Hexametern, das als Lehrbuch in der damaligen Pfarrerausbildung
benützt wurde. 1201 übernahm er als Nachfolger von Absalon
das Amt des Erzbischofs von Lund.
Schon bald nach 1200 warb er beim Papst in Rom für eine Missionierung im
Baltikum und den Kreuzzugsgedanken. 1219
begleitete er König Waldemar II. bei dessen Krieg gegen Estland.
Christian August Lorentzen: Anders Suneson weist König Waldemar auf den am
Himmel erscheinenden Dannebrog - die dänische Flagge - als Zeichen göttlichen
Beistandes hin, 1809, Statens Museum for Kunst in Kopenhagen
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Die Legende erzählt, wie bei der siegreichen Schlacht bei Lyndanisse - dem heutigen Tallinn -, als die Esten die Dänen sehr bedrängten, der Danebrog, auf Grund des Gebets von Anders die spätere Flagge Dänemarks mit weißem Kreuz auf rotem Grund vom Himmel gefallen sei, worauf die Kreuzfahrer neuen Mut geschöpft haben und die Schlacht gewannen.
Um 1223 verzichtete Anders auf sein Amt als Erzbischof und zog sich auf die Insel Ovö im Ivösjön-See zurück - manches deutet auf eine Erkrankung an Lepra hin.
Sein Missionszug nach Estland brachte Anders den Beinamen Apostel Estlands
ein. Er wurde im Dom in Lund
beigesetzt.
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