Angelikusvon Fiesole
|
|
Raffael: Portrait von Fra Angelico, 1508 - 1511, Detail aus Disputa del Sacramento in den
Stanza della Segnatura im Vatikan 
Guido di Pietro trat um 1820 in den Dominikanerorden
im Kloster San Domenico in Fiesole
bei Florenz ein und nahm den Ordensnamen Giovanni an. Angelico
wurde sein
schon frĂĽh bezeugter Ehrentitel, oft lange vor der Seligsprechung zu Beato
Angelico
ergänzt. Er lebte das dominikanische Ideal: abgesehen von Aufenthalten
in Foligno
und in den Jahren zwischen 1408 und 1418 in Cortona
lebte er in den Jahren 1441 bis 1445 im Filialkonvent von San Marco in
Florenz
und im Zeitraum von 1445 bis 1450 in Rom,
wo er für die Päpste Eugen IV. und Nikolaus V. im Vatikan
arbeitete. Ansonsten lebte er im Kloster in Fiesole, das er 1450 bis 1453 auch
als Prior leitete.
Fra Angelico wurde der bedeutendste Maler des 15. Jahrhunderts. Seine künstlerischen Anfänge liegen in der Buchmalerei, stilistisch wurde er inspiriert von Gentile da Fabriano und Lorenzo Ghiberti. Die Demut der Dominikaner und zugleich heitere Weltoffenheit werden in seinen Werken durchstrahlt vom reinen Licht tiefen Glaubens. Seine wohl wichtigsten Arbeiten sind die mehr als 40 Fresken im Konvent San Marco in Florenz, deren asketische Formgebung für die Meditation der Mönche bestimmt ist, und die Ausmalung der Kapelle von Papst Nikolaus V., die seine reichen formalen Möglichkeiten entfaltet. In ihm gewann die Innigkeit der mittelalterlichen religiösen Malerei ihren Höhepunkt. Sein Stil erfuhr durch seine Werkstatt und selbständige Schüler, darunter Benozzo Gozzoli, große Verbreitung.
Fra Angelico: Auferstehung Chrisi
und die Frauen am Grab, Fresko, 1440 - 41, im Konvent von San Marco
in Florenz

Kanonisation:
Fra Angelico wurde 1982 von Papst Johannes
Paul II. seliggesprochen.
Patron
der Maler und christlichen KĂĽnstler
Fra Angelico: Papst Sixtus
ordiniert Laurentius, Fresko, 1447
- 49, in der Cappella Niccolina der Palazzi Pontifici im Vatikan
