Gedenktag katholisch: 9. Februar |
Name bedeutet: der durch Gott Glänzende (althochdt.) |
Erzbischof von Rouen
* in Chaussy-en-Vexin, heute Chaussy
im Val-d'Oise in der Normandie in Frankreich
† um 695 |
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Ansbert, Angehöriger einer bedeutenden neustrischen Familie, wurde Referendar
am Hof von König Chlotar III. und trat dann bald schon in die von Wandregisil
gegründete Benediktinerabtei Fontanelle
- dem heutigen St-Wandrille
- ein. Er wurde in Rouen
zum Priester geweiht und um 677 zum nach Lambert
dritten Abt seines Klosters ernannt. Ab 684 wurde er Nachfolger von Aldowin
als Erzbischof in Rouen. Nach einer Verleumdung vor Hausmeier Pippin von
Heristal wurde er ins Kloster Hautmont
verbannt. Erst kurz vor seinem Tod wurde er begandigt, starb aber, ohne seinen
Bischofssitz wieder eingenommen zu haben.
Sein Leib wurde nach Fontenelle - dem heutigen St-Wandrille
- zurückgebracht und in St-Paul beigesetzt; Anfang des 8. Jahrhunderts übertrug
Abt Bainus von Fontenelle seine Reliquien nach St-Pierre. Auf der Flucht vor den
Normannen wurden die Relquien mehrfach verlagert, 944 befanden sie sich in
Boulogne-sur-Mer,
dann wurden sie mit denen von Wandregisil
nach Mont-Blandin
überführt, wo sie bis zu ihrer Zerstörung durch die Protestanten 1578 blieben.
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Quellen:
• P. Ezechiel Britschgi: Name verpflichtet. Christiana, Stein am Rhein, 1985
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe.
J.B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2000