Gedenktag katholisch: 9. Februar
Name bedeutet: der durch Gott Glänzende (althochdt.)
Ansbert, Angehöriger einer bedeutenden neustrischen Familie, wurde Referendar am Hof von König Chlotar III. und trat dann bald schon in die von Wandregisil gegründete Benediktinerabtei Fontanelle - dem heutigen St-Wandrille - ein. Er wurde in Rouen zum Priester geweiht und um 677 zum nach Lambert dritten Abt seines Klosters ernannt. Ab 684 wurde er Nachfolger von Aldowin als Erzbischof in Rouen. Nach einer Verleumdung vor Hausmeier Pippin von Heristal wurde er ins Kloster Hautmont verbannt. Erst kurz vor seinem Tod wurde er begandigt, starb aber, ohne seinen Bischofssitz wieder eingenommen zu haben.
Sein Leib wurde nach Fontenelle - dem heutigen St-Wandrille - zurückgebracht und in St-Paul beigesetzt; Anfang des 8. Jahrhunderts übertrug Abt Bainus von Fontenelle seine Reliquien nach St-Pierre. Auf der Flucht vor den Normannen wurden die Relquien mehrfach verlagert, 944 befanden sie sich in Boulogne-sur-Mer, dann wurden sie mit denen von Wandregisil nach Mont-Blandin überführt, wo sie bis zu ihrer Zerstörung durch die Protestanten 1578 blieben.
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon