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Anselm war der Sohn einer einflussreichen und begüterten Adelsfamilie. Er studierte in seiner Heimatstadt Mailand Sein Onkel Anselm von Lucca der Ältere, der als Alexander II. 1061 Papst wurde, schlug ihn als seinen Nachfolger im Bischofsamt von Lucca vor, was Papst Gregor VII. 1073 bestätigte. In Folge des Investiturstreites blieb aber die ebenfalls nötige Bestätigung durch den deutschen Kaiser Heinrich IV. strittig, weshalb Anselm im Februar 1075 auf den Bischofsstuhl verzichtete und als Benediktinermönch ins Kloster Polirone im heutigen San Benedetto Po bei Mantua eintrat. Auf Geheiß des Papstes musste er noch 1075 ins Bischofsamt nach Lucca zurückkehren. Er begann mit Reformen bei den Kanonikern, war 1077 päpstlicher Legat in Mailand zur Beilegung kirchenpolitischer Wirren und 1079 Teilnehmer an der Reform-SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet..
Als die SynodenSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. von Brixen 1080 den Erzbischof von Ravenna als Clemens III. zum Papst wählte, erreichte der Kampf von Papst Gregor VII. mit den Bischöfen der Lombardei und König Heinrich IV. seinen Höhepunkt; Anselm blieb der treueste Anhänger von Gregor unter allen italienischen Bischöfen. Ende 1080 wurde er von der Mehrheit seiner KlerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. unter Mithilfe des Kaisers vertrieben. 1081 wurde er von Papst Gregor zum päpstlichen Vikar für die Lombardei ernannt.
Anselm war nun mit der Verwaltung aller im Investiturstreit verwaisten Bistümer in der Lombardei beauftragt und blieb einer der tatkräftigsten Helfer von Papst Gregor VII.. Wohl nach 1083 gab er eine von ihm zusammengestellt und redigierte Sammlung von Gesetzen heraus, die er in Auswahl und Systematisierung des überlieferten kirchenrechtlichen Stoffes - bisweilen mit Hilfe von deutlichen Textretuschen - auf den apostolischen Stuhl zuordnete. Umfassend beschäftigte er sich mit der materiellen Zwangsgewalt der Kirche und mit dem Problem des gerechten Krieges, so dass man ihn als theoretischen Vorläufer der Kreuzzüge bezeichnen konnte.
Kanonisation:
Anselm wurde schon 1087 heiliggesprochen.
Patron
von Mantua
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
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