Ökumenisches Heiligenlexikon

Anthimos und GefÀhrten

Gedenktag katholisch: 24. April
Gedenktag orthodox: 3. September
     fĂŒr seine GefĂ€hrten auch: 28. Dezember
Gedenktag armenisch: 3. September,
                                               28. Dezember / 30. Dezember
     liturgische Feier am 2. Donnerstag nach dem Kreuzerhöhungssonntag
Gedenktag koptisch: 3. September
Name bedeutet: der Blumengleiche (griech.)
Bischof von Nikomedia, MĂ€rtyrer
† 302/303 in Nikomedia, heute Ízmit in der TĂŒrkei
Kartenskizze

Anthimos war Bischof von Nikomedia - dem heutigen Ízmit. Als im kaiserlichen Palast in der Stadt, die damals die Residenzstadt von Kaiser Diokletian war, ein Brand ausbrach, verdĂ€chtigte man die Christen der Brandstiftung, deshalb sollten alle Christen getötet werden. Der Bischof starb, indem er enthauptet wurde; mit ihm starben der Überlieferung nach der Diakon Theophilus sowie Dorotheus und Mardonius, der Diakon Migdonius und Peter, Indes, Gorgonius, Zeno, die Jungfrau Domna und Euthymios. Andere Überlieferung nennt als GefĂ€hrtinnen Indes sowie Domna und dazu wie in der orthodoxen Kirche Agathia (Agape) und Theophila.

Noch im Martyrologium Romanum von 1956 werden als GefĂ€hrten von Anthimos 10.000 MĂ€rtyrer genannt und ihrer am 18. MĂ€rz gedacht; Eusebius hatte von einer großen Anzahl von MĂ€rtyrern berichtet, die bei Ausbruch der Verfolgungen unter Kaiser Diokletian mit Anthimos starben.

Die Orthodoxe Kirche nennt 2000 oder gar 20.000 MĂ€rtyrer, die damals starben, gedenkt ihrer am 28. Dezember und nennt als weitere Namen den Priester Glykerios, dann Secundos, Nikostrates, sowie Agathia (Agape), Theophila und Antonia. In der armenischen Kirche werden 20.000 MĂ€rtyrer genannt, die in der Kirche der heiligen Irene in Nikomedien unter Kaiser Maximian ihr Leben verloren; namentlich aufgefĂŒhrt sind der Kronminister Dorotheus, der General Mardonius, der Gouverneur Mygdonius sowie Gorgonius und Petrus; Indes und Domna werden separat am 30. Dezember verehrt, wobei erster Eunuch und letztere als Götzenpriesterin genannt werden.

Kaiser Justinian habe Anthimos nahe bei Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - eine herrliche Kirche erbaut.


Quellen:
‱ Friedrich Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. I, Hamm 1990
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