|
|
Arnold Janssen, zweites von elf Kindern des Fuhrmannes Gerhard und seiner strenggläubigen
Gattin Anna Katharina, besuchte die Volksschule, wurde Messdiener, betete jeden Abend mit
seiner Mutter den Rosenkranz. 1849 schaffte der
begabte Schüler die Aufnahmeprüfung am neuen Bischöfliches Gymnasium seiner Heimatstadt. Er
studierte dann Philosophie, Mathematik und Naturwissenschaften in Münster
und Bonn,
wurde zum Priester geweiht und arbeite ab 1861 als Gymnasiallehrer in Bocholt.
Er erkannte die Bedeutung der Presse; mit der kirchlichen Illustrierten Die Stadt Gottes
voller weltlicher Themen erreichte er riesige Auflagen. Ab 1873 gab er die Zeitschrift
Kleiner Herz-Jesu-Bote
heraus, um für die Eröffnung einer Missionars-Schule zu werben.
Zunächst heilen, dann belehren und dann erst taufen
lautete sein Konzept. 1875 eröffnete
er ein Missionshaus im holländischen Steyl / Steijl
und gründete den Missionsorden Societas Verbi Divini
, Gesellschaft des göttlichen Wortes
- eine Gründung auf deutschem Boden war wegen des damaligen Kulturkampfes nicht möglich. Es folgten
weitere Häuser in Rom,
in Mödling
bei Wien, in Neisse - dem heutigen Nysa
in Polen, in St.
Wendel, in Bischofshofen
bei Salzburg und in Techny
bei Chicago in den USA.
Mit den nicht zuletzt in der eigenen Druckerei in Steyl / Steijl
erwirtschafteten Mitteln gingen die Missionare nach Neuguinea, Japan, Südamerika,
auf die Philippinen. 1889 folgte zusammen mit Helena
Maria Stollenwerk die Gründung der Dienerinnen des Heiligen Geistes
,
Missionsschwestern
genannt, 1896 die der Dienerinnen des Heiligen Geistes von
der Ewigen Anbetung
, auch Klausur
- oder Anbetungsschwestern
genannt.
Als Janssen starb, waren schon 2000 Ordensangehörige in zehn Ländern tätig.
Heute zählt die Steyler Ordensfamilie insgesamt 10.283 Frauen und Männer: 5961 Steyler Missionare, 3892 Steyler Missionsschwestern und 430 Steyler Anbetungsschwestern aus 65 Ländern mit Hunderten von Niederlassungen und Tausenden von Schulen und Universitäten.
Arnold Janssens Geburtshaus in der Frauenstraße in Goch
ist heute ein Museum untergebracht, das zur Pilgerstätte für Besucher aus aller Welt
wurde. 1983 wurde das Leben und Wirken mit dem Film Das Wagnis des Arnold Janssen
von Drehbuchautor und Regisseur Henri Walter dargestellt
Kanonisation:
1975 wurde Arnold Janssen selig gesprochen, die Heiligsprechung erfolgte 2003 durch
Papst Johannes Paul II..
Die
Homepage der Steyler
Missionare hält Informationen über das Wirken des Ordens und den Gründer
bereit.
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
|
Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint. |
||||||||||||||||||||