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Ökumenisches Heiligenlexikon

Arnold von Hiltensweiler

Gedenktag katholisch: 1. Mai

Name bedeutet: wie ein Adler waltend (althochdt.)

Ritter, Stifter
* auf Burg Alt-Summerau (?) bei Hiltensweiler im Allgäu in Baden-Württemberg
† nach 1127 daselbst

Kartenskizze

Statue in  der Kirche in Hiltensweiler

Statue in der Kirche in Hiltensweiler; die Fahne kennzeichnet ihn als Kreuzfahrer

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Arnold war Ritter aus der Burg Alt-Summerau *, offenbar verwandt mit den Grafen von Nellenburg. 1116 war er Mitglied einer von Herzog Friedrich II. von Schwaben anberaumten Versammlung von Adligen in Rottenacker. Er stiftete 1122 auf seinem Besitz eine Maria geweihte Benediktinerpropstei, die von Mönchen des Klosters Allerheiligen aus Schaffhausen besiedelt wurde und aus der die heutige Kirche St. Dionysius in Hiltensweiler wuchs.

Die Legende berichtet von Arnolds Teilnahme am Kreuzzug. Nach seiner Rückkehr habe er mit seiner Frau Junzela eine Josefsehe geführt, d. h. aus religiösen Gründen auf Geschlechtsverkehr verzichtet; jedenfalls blieb das Paar kinderlos. Er habe angewiesen, an dem Ort beerdigt zu werden, an dem der von zwei jungen Ochsen gezogene und mit seinem Leichnam beladene Karren stehenbleiben werde; dies war vor der von ihm errichteten Kirche in Hiltensweiler, weshalb er in dieser bestattet wurde.

Ein Entwurf der Urkunde über Arnolds umfangreiche Stiftungen von Gütern um Hiltensweiler an das Kloster Allerheiligen vom 6. Januar 1122 ist im Stadtarchiv Schaffhausen erhalten. 1886 wurde bei Grabungen in der Kirche in Hiltensweiler ein Grab identifiziert, diese Gebeine wurden in ein Reliquiar in der Arnoldkapelle gelegt.

1179 wurde die Propstei Hiltensweiler als Tochter des Klosters Schaffhausen vom Papst . Um 1200 verlegten die Mönche das Kloster nach Langnau - den heutigen Ortsteil von Tettnang -, wo Arnolds Verehrung bis zu dessen Auflösung 1787 gepflegt wurde. Unterhalb der Burg Alt-Summerau fließt das als heilsam geltende Arnoldibrünnlein. In der Bodenseeregion wird Arnold als Volksheiliger verehrt. In der Registratur der Pfarrei sind mehrere Wunder aufgezeichnet, die durch seine Fürbitte geschehen sein sollen. In Hiltensweiler ist die Grundschule und eine Straße nach Arnold benannt.

Reliquiar in der Kirche in Hiltensweiler

Reliquiar in der Kirche in Hiltensweiler

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Kanonisation: Ein förmliches Verfahren hat nie stattgefunden, auch keine einer Seligsprechung gleichkommende Erhebung der Gebeine in früher Zeit. Eine Urkunde von 1405 nennt ihn heilig.

* Das bischöfliche Bauamt hat die Vermutung, dass die Burg des Ritters Arnold auf dem erhöhten Berghügel lag, wo heute die Kirche von Hiltensweiler steht und dass der heutige Kirchturm ursprünglich wohl der Bergfried gewesen ist, wofür sein hohes Alter, seine äußere Gestalt und seine kolossale Mauerstärke spricht.

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon



Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• http://de.wikipedia.org/wiki/Arnold_von_Hiltensweiler
• Vollständiges Heiligen-Lexikon ..., 5. Band: Q-Z. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler, Fortgesetzt von J. N. Ginal, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung (A. Manz), Augsburg, 1882
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XVI, Herzberg 1999
• http://www.drs.de/fileadmin/HAVIII-Bauamt/08_06_Juni_Hiltensweiler.pdf
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 1. Herder, Freiburg im Breisgau 1993