Ökumenisches Heiligenlexikon
Arsenios von Ikalto
Gedenktag orthodox: 6. Februar |
Name bedeutet: der Kraftvolle (griech. - latein.) |
Mönch, Gelehrter, Gründer
* in Kachetien
in Georgien
† 1127 |
|
|
Arsenios, wohl aus einer adeligen Familie stammend, wurde Mönch im Kloster Ikalto
bei Telawi,
das Ende des 6. Jahrhunderts von Zenon von Ikalta
gegründet worden war. Dann ging er nach Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul
- in die von == Georg von Mangana als Klosterschule für Philosophie und Rechtswissenschaften
gegründete Akademie, anschließend in das Kloster Kalipos auf dem Berg Sinai,
wo sich zu dieser Zeit eine Vielzahl georgischer Mönche aufhielt. Dort begann er unter
der Führung von Ephrem Karitschißdse,
hagiographische Werke aus dem Griechischen ins Georgische zu übersetzen. Zurückgekehrt ins
Kloster von Georg von Mangani in Konstantinopel setzte er die Arbeit fort und übersetzte
Der Hegumenos
von Anastasius vom Sinai und
die Chronographie
von Georg Amartoeli.
Mit Beginn des 12. Jahrhunderts kehrte Arsenius nach Georgien zurück und unterstützte
König David IV. den Erbauer
als dessen Berater und geistlicher Führer bei den
Maßnahmen zur politischen und spirituellen Entwicklung des geeinten Georgiens.
Er gründete die theologische Akademie von Ikalto bei Telawi;
beim Konzil von Ruisi und Urbnisi
1105 war Arsenius der Urheber des Hauptdokuments, das für Jahrhunderte die Grundlage des
kanonischen Rechts der georgischen Kirche bildete. Im Kloster von Schiomgwime bei
Mtskheta
baute Arsenius auf Anordnung des Königs die der Heiligsten
Gottesmutter geweihte Kirche und führte die Klosterregel von Simeon vom Schwarzen Berg in Syrien
ein.
Ob seiner Gelehrsamkeit und seiner Verdienste wird Arsenius als (Lehr-)meister aller Kirchen
bezeichnet.
Quellen:
• Bibliotheca sanctorum orientalium, 1. Bd., Roma: Città Nuova, 1998, Dank an C. S., Brief vom 23. August 2009