Ökumenisches Heiligenlexikon

August Chapdelaine
französischer Name: Auguste

Gedenktag katholisch: 9. Juli
     Todestag: 29. Februar
Name bedeutet: der Erhabene (latein.)
Priester, Mönch, Märtyrer
* 6. Februar 1814 in La Rochelle in Frankreich
† 29. Februar 1856 in Xilin in Guangxi in China
Kartenskizze Kartenskizze

August Chapdelaine

August Chapdelaine   

August Chapdelaine wurde im Priesterseminar in Coutances ausgebildet und 1843 zum Priester geweiht. Er wollte Missionar werden und trat 1851 ins Missionsseminar in Paris ein. 1852 wurde ihm die Mission in China aufgetragen und er wurde in die Provinz Guangxi gesandt, in der seit eineinhalb Jahrhunderten kein Missionar mehr wirkte. Er wurde bald schon überfallen und ausgeraubt und musste nach Kanton - das heutige Guangzhou - zurückkehren. Von dort ging er in die Provinz Guizhou, und erlernte bei einem Missionar die chinesische Sprache. Laien aus Guangxi erfuhren von Chapdelaine Aufenthalt in der Nachbarprovinz und holten ihn dort ab. Schon nach zehn Tagen wurde er gefangen genommen, erhielt aber bald seine Freiheit wieder.

Im Sommer 1885 konnte August Chapdelaine mit dem Unterricht für über 150 Taufbewerber beginnen. Im Februar 1886 wurde er gefangen genommen mit der Anklage, zum Aufruhr angestiftet zu haben. Er wurde geschlagen und zum Tode verurteilt, starb aber in der Nacht an den Folgen der Hiebe mit dem Bambusstock. Sein Leichnam wurde enthauptet und Tieren zum Fraß vorgeworfen. Mit August Chapdelaine starben die Christen Laurentius und Agnes aus seiner Gemeinde.

Kanonisation: Die Seligsprechung erfolgte zusammen mit der seiner Gefährten Laurentius und Agnes am 27. Mai 1900, die Heiligsprechung zusammen mit den anderen Märtyrern in China im Jahr 2000.





Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• http://chinesemartyrs.org/chinese_saints/108-e.htm
• Friedrich Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. I, Hamm 1990


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