Ökumenisches Heiligenlexikon

Babylas und seine Kinder

Gedenktag katholisch: 24. Januar
Gedenktag orthodox: 4. September
Name bedeutet: der Nabob - ein Mensch mit großem Reichtum (latein.)
Bischof von Antiochia, Märtyrer
† 250 / 251
Kartenskizze

Babylas war ab etwa 238 Bischof von Antiochia - dem heutigen Antakya. Nach dem Bericht von Bischof Leontios dem Eunuch, der gut 100 Jahre später Patriarch von Antiochia war, verweigerte Babylas Kaiser Philippus Arabs und dessen Frau den Zurtritt zu seiner Kirche, bis sie Buße für die Ermordung ihres Vorgängers Gordian III. geleistet hatten - dass Philippus am Tod seines Vorgängers schuldig wurde, ist bis heute umstritten -, was diese daraufhin taten. Babylas starb als Märtyrer; Eusebius berichtet vom Tod im Gefängnis in Folge der Misshandlungen, Johannes Chrysostomus von Enthauptung. Das Martyrium erlitt er zusammen mit drei - nicht 33, wie fälschlicherweise im Syrischen Martyrologium - Kindern, deren Namen Gregor von Tours mit Urbanus, Prilidanus und Epolonus wiedergibt. Die Orthodoxe Kirche verehrt auch deren Mutter Christodula.

Statue in der Kathedrale in Pamplona in Spanien

Statue in der Kathedrale in Pamplona in Spanien   

Kaiser Gallus ließ um 352 nahe Babylas' Grab in Daphne - dem heutigen Harbiye bei Antakya - eine neue Kirche an der Stelle eines früheren Apollon-Heiligtums errichten und seine Gebeine dorthin überführen - dies war die erste Translation von Märtyrerreliquien in der Geschichte der Kirche. Andere Reliquien wurden im 4. Jahrhundert an verschiedene Orte überführt. Johannes Chrysostomus hielt am Ort des Grabes eine Lobrede auf Babylas. Er wurde zum Hauptheiligen von Antiochia. Die über ihn überlieferten Märtyrerakten sind geschichtlich wertlos.

Patron gegen Rheumatismus, Arthritis und Osteoporose

Catholic Encyclopedia





Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 1. Herder, Freiburg im Breisgau 1993
• Friedrich Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. I, Hamm 1990


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