Ökumenisches Heiligenlexikon

Banthus von Trier
auch: Bantus

Gedenktag katholisch: 25. Juli
Gedenktag im Bistum Trier: 28. Juli

Priester, Einsiedler
lebte im 7. Jahrhundert in Trier in Rheinlnd-Pfalz

Kartenskizze

Banthus lebte wie sein Bruder Beatus als Priester und Einsiedler im heutigen Stadtteil Zewen von Trier. Beide gehörten zu den Männern, die im Auftrag von Bischof Magnerich den heidnischen Aberglauben bekämpften. Banthus leitete dann das Armenhospiz am Dom in Trier.

In der ältesten echten Urkunde der Rheinlande, dem Testament des Diakons Adalgisel-Grimo von Verdun aus dem Jahr 634, wurde Banthus mit einer jährlichen Schenkung von Naturalien bedacht.

Im 7. Jahrhundert die Benediktinerabtei St. Marien in Trier errichtet, der Überlieferung nach über dem Grab von Banthus und Beatus. Abt Eberwin von Tholey erzählte um 1030, dass besonders die Fieberkranken zu den Gräbern von Beatus und Banthus in gingen, weil es zahlreiche Wunderheilungen gab.

An Banthus erinnert heute die um 960 erbaute Banthuskapelle in unmittelbarer Nähe des Domes in Trier, heute als Hauskapelle des Generalvikariats genutzt; dort ruhen auch seine Reliquien.


Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 2. Herder, Freiburg im Breisgau 1994
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. XV, Herzberg 1999
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