Gedenktag katholisch: 26. März |
Name bedeutet: der Tölpel (latein.) |
Mönch
* im Berry in Frankreich (?)
† 685 (?) |
|
|
Barontius stammte aus einer fränkischen Adelsfamilie. Um 675 wurde er Mönch im
Petrus-Kloster in Longoretus - dem
späteren St-Cyran und heutigen Saint-Michel-en-Brenne.
Dort erlebte er 678 / 679 während einer schweren Krankheit eine Jenseitsvision:
seine Seele wurde von Petrus und dem Erzengel
Raphael ins Paradies und in die Hölle geführt.
Diese ist die älteste authentische Vision, die als eigenständiges Werk überliefert
wurde; sie begründete die Gattung der mittelalterlichen Visionsliteratur.
Die italienische Tradition setzt Barontius mit Barontius von Montalbano gleich.
Demnach sei der Sohn einer adligen Familie zunächst verheiratet gewesen und dann
zusammen mit seinem Sohn ins Kloster in Longoretus eingetreten. Mit diesem sei er
dann als Einsiedler in die Toskana zum Monte
Albano gegangen, wo sich ihnen Desiderius anschloss. Nach ihrem Tod
wurden sie alle in Pistoia
bestattet, an ihrem Grab ereigneten sich viele Wunder. 1018 wurde dort ein Kloster
errichtet, in dessen Kirche die Gebeine übertragen wurden.
Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger.
Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 2. Herder, Freiburg im Breisgau 1994
• Vollständiges Heiligen-Lexikon ..., 1. Band: A-D. Herausgegeben von
Johann Evangelist Stadler und Franz Joseph Heim, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung, Augsburg, 1858