Gedenktag katholisch: 26. März
Name bedeutet: der Tölpel (latein.)
Barontius stammte aus einer fränkischen Adelsfamilie. Um 675 wurde er Mönch im Petrus-Kloster in Longoretus - dem späteren St-Cyran und heutigen Saint-Michel-en-Brenne. Dort erlebte er 678 / 679 während einer schweren Krankheit eine Jenseitsvision: seine Seele wurde von Petrus und dem Erzengel Raphael ins Paradies und in die Hölle geführt. Diese ist die älteste authentische Vision, die als eigenständiges Werk überliefert wurde; sie begründete die Gattung der mittelalterlichen Visionsliteratur.
Die italienische Tradition setzt Barontius mit Barontius von Montalbano gleich. Demnach sei der Sohn einer adligen Familie zunächst verheiratet gewesen und dann zusammen mit seinem Sohn ins Kloster in Longoretus eingetreten. Mit diesem sei er dann als Einsiedler in die Toskana zum Monte Albano gegangen, wo sich ihnen Desiderius anschloss. Nach ihrem Tod wurden sie alle in Pistoia bestattet, an ihrem Grab ereigneten sich viele Wunder. 1018 wurde dort ein Kloster errichtet, in dessen Kirche die Gebeine übertragen wurden.