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Der Schuhmachersohn Bartholomäus Holzhauser konnte die Lateinschulen in
Augsburg
und Neuburg
an der Donau besuchen; ab 1633 studierte er Philosophie und Theologie
am Jesuiten kolleg in Ingolstadt.
1636 wurde er zum Doktor der Philosophie promoviert, 1639 erwarb er den
Baccalaureus der Theologie und wurde zum Priester geweiht, 1640 erhielt
er die Lehrbefugnis. Die Erfahrungen des 30-jährigen Kriegs veranlassten
ihn 1640, in Tittmoning
die erste WeltpriesterWeltpriester - oder auch Diözesanpriester - sind in der römisch-katholischen Kirche alle Priester, die keinem Orden angehören.gemeinschaft
mit gemeinsamem Leben, die Bartholomäer
, zu gründen, der sich bald
schon zahlreiche Priester anschlossen.
1642 wurde Bartholomäus Holzhauser Dekan in St. Johann in Tirol ernannt, 1643 gründete er ein Seminar in Salzburg, das 1649 nach Ingolstadt verlegt wurde. 1647 wurde die Gemeinschaft von Papst Innocenz X. anerkannt. 1655 wurde Holzhauser als Pfarrer nach Bingen berufen, hier gründete er eine Lateinschule und wirkte als Volksmissionar. Weit verbreitet wurden seine zahlreichen asketischen und visionären Schriften.
Schon zu Lebzeiten wurde Bartholomäus Holzhauser fast wie ein Heiliger verehrt. Die Bartholomäer konnten sich aber nur vereinzelt durchsetzen, Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Gemeinschaft aufgelöst; Versuche der Wiederbelebung im 19. Jahrhundert blieben mehrfach erfolglos.
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
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