Gedenktag katholisch: 19. August
Name bedeutet: Sohn des Furchenziehrs (hebr.)
Bartholomäus stammte aus einer vornehmen Familie. Schon in jungen Jahren wandte
er sich einem asketischen Leben zu. Ende des 11. Jahrhunderts gründete er das
Panagia Hodegetria
gewidmete Kloster S. Maria del Partir bei Rossano.
Das mit Hilfe der neuen normannischen Herrscher gegründete Kloster versöhnte wenige
Jahre nach dem Morgenländischen
Schisma das griechische Mönchtum mit der katholischen Kirche. Pappst Paschalis
II. bestätigte dem Kloster Privilegien, der byzantinische Kaiser Alexius I. Komnenos
unterstützte es mit reichen Geschenken.
Das blühende Kloster brachte Bartholomäus die Anklage ein, Gelder veruntreut zu haben. Bartholomäus' Lebensgeschichte berichtet, dass Normannenherrscher Roger II. ihn deshalb zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilte; dem entging er auf wunderbare Weise, die seine Unschuld bestätigte; stattdessen wurden die beiden Mönche des Klosters Mileto, die ihn verleugnet hatten, hingerichtet.
Bartholomäus war dann ab 1121 auf Wunsch von Roger II. beteiligt an der Gründung des Salvator-Klosters in Messina.