Gedenktag katholisch: 3. Mai |
Name bedeutet: (ungarische Kurzform von Adalbert): durch Adel glänzend (althochdt.-ungarisch) |
König von Ungarn
* im November 1206 in Preßburg / Bratislava
in der Slowakei
† 3. Mai 1270 auf der Haseninsel (Margareteninsel) bei Buda, heute Budapest
in Ungarn |
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ungarische Briefmarke 
Béla, Sohn von König Andreas II. und Gertrud von Andechs-Meran,
Bruder von Elisabeth von Thüringen,
verwaltete als Herzog ab 1226 Siebenbürgen
und das Gebiet jenseits der Karpaten. Er wurde 1235 nach teils heftigen
Auseinandersetzungen mit seinem Vater König von Ungarn. Von den Mongolen
bedrängt, sandte er zu Papst Gregor IX. und zu Kaiser Friedrich II. die Bitte um
Hilfe, aber er verlor nach dem Angriff von fünf mongolischen Heeren 1241 die
Schlachten und musste nach Dalmatien
fliehen. Als die Mongolen sich überraschend zurückzogen, besiedelte er das
Land neu, unter anderen kamen Deutsche nach Siebenbürgen; gegen die Strömungen
seiner Zeit akzeptierte er auch Juden, mit der Kammerknechtschaft
gewährte er
ihnen Schutz Ähnlich dem der Schutzbriefe deutscher Kaiser. Aufgrund seiner
Erfahrungen mit dem Mongoleneinfall förderte er durch Schenkungen den Bau von
Privatburgen und unterstützte die Entstehung befestigter Städte, darunter seine
Gründung Buda - das heutige Budapest.
In Dalmatien gelang ihm die Verteidigung gegen Venedig, aus dem Babenberger-Erbe
eroberte er die Steiermark.
Siegel von Béla IV. auf der Golden Bulle
, in der Béla den Ständen größere
Rechte einräumte 
Seine neu gewonnene Macht festigte er durch politische Eheschließung, Einräumung
von Rechten für den niederen Adel und Förderung der Niederlassung der Bettelorden;
seine Tochter Margareta
wurde Dominikanerin. 1262 musste Béla
nach gewaltsamen Auseinandersetzungen mit dem Thronfolger das Königreich mit seinem
Sohn Stephan teilen.
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Quellen:
•
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des
Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe J.B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2000
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger.
Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 2. Herder, Freiburg im Breisgau 1994