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anonymer Kupferstich aus der Sammlung Friederich Roth-Scholtz (1687 - 1736),
NĂĽrnberg

Benjamin Schmolck, Sohn eines Pfarrers, studierte in Leipzig
Theologie. Er tat sich schon als Student mit Gedichten hervor, wurde als
kaiserlich gekrönter Poet
bezeichnet und bestritt sein Einkommen
mit Gelegenheitsdichtungen. 1697 wurde er Hilfsprediger bei seinem Vater
in Brauchitschdorf
in Schlesien, 1702 Pfarrer an der Friedenskirche in Schweidnitz - dem heutigen
Ĺšwidnica
-, einer der nach dem westfälischen Frieden nur drei evangelischen Kirchen in
Schlesien. Dort war sein Wirken vor allem vom Kampf gegen die Gegenreformation
gekennzeichnet. Er dichtete etwa 1200 Lieder, die in 20 Sammlungen herausgegeben
wurden, und verfasste zahlreiche Erbauungs- und GebetbĂĽcher. Im Alter wurde er
gelähmt und blind.
Das Evangelische Gesangbuch enthält heute fünf seiner Lieder, darunter Jesus
soll die Losung sein
(EG 62), SchmĂĽckt das Fest mit Maien
(EG 135) und Tut
mir auf die schöne Pforte
(EG 166).