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Schloss Menthon
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Bernhard entstammte der legendären Überlieferung aus dem 15. Jahrhundert nach einer begüterten adligen Familie und war der Sohn des Ritters Richard von Menthon. Er studierte demnach in Paris Philosophie und Jura. Dann aber folgte er nicht dem Vorschlag seines Vaters zu einer noblen Hochzeit; die Legende berichtet, dass er deshalb von seinem Vater in den Turm des elterlichen Schlosses eingesperrt, aber von Nikolaus durch ein Fenster befreit wurde und nach Aosta zu Archidiakon Peter floh.
Bernhard wurde Peters Nachfolger als Archidiakon des Bischofs von Aosta - ob er je zum Priester geweiht wurde, ist fraglich. Er sah den anhaltenden Götzendienst der armen Leute in den Bergen und entschloss sich, ihren Glauben zu stärken. Seine Predigten bekehrten gemäß der Legende viele Menschen, er wirkte demnach mit beim Aufbau mehrerer Bistümer; auch in der Lombardei erreichte er viele Bekehrungen und vollbrachte Wunder.
Den gefährlichen Alpenübergang des Mont-Joux zwischen dem Wallis und dem Aosta-Tal benutzten viele Reisende, v. a. auch viele Pilger; Bernhard gründete der Überlieferung nach 973 zu ihrem Schutz das Kloster auf der Passhöhe, die heute nach ihm benannt ist. Danals lebten die Mönche nach der Regel des Kapitels von Aosta, heute wird es von Augustiner-Chorherren betrieben. Wenige Jahre später erbaute Bernhard wohl auch das Hospiz auf dem Kleinen St. Bernhard. Berühmt wurden die seit Mitte des 17. Jahrhunderts ebenfalls nach Bernhard benannten, auf die Rettung Verschütterter trainierten Hunde, die die Mönche als Helfer schon damals einsetzten und inzwischen zur eigenständigen Hundeart weiterzüchteten.
Bernhard wurde nach dieser Legende am 15. Juni 1007 im Kloster San Lorenzo in Novara beistattet.
Nach einer anderen Lebensgeschichte wurde Bernhard 1008 im Aosta-Tal geboren, gründete er das Kloster auf der Passhöhe um 1050 und starb erst 1081. Demnach traf Bernhard in im Frühjahr 1081 in Pavia mit König Heinrich IV. zusammen, um ihn von seinem Plan abzubringen, wegen des Investiturstreites Papst Gregor VII. abzusetzen und an dessen Statt den Gegenpapst Clemens III. zu inthronisieren. Auf der Rückreise von Pavia starb er in Novara.
Bernhards Grab ist in der Kathedrale in Novara.
Reliquiar, 13. Jahrhundert, heute in der Schatzkammer des Hospizes der Augustiner-Chorherren
direkt auf der Passhöhe
des GroĂźen St. Bernhard 
Kanonisation:
Schon im 12. Jahrhundert wurde Bernhard im ganzen Piemont
als Heiliger verehrt, 1123 von Bischof Richard von Novara
als heilig erklärt, aber erst am 9. August 1681 durch Papst Innozenz
XI. offiziell heiliggesprochen. Papst Pius XI. ernannte ihn 1923 zum
Patron der Alpenbewohner und Bergsteiger.
Attribute:
mit Teufel, mit Turm
Patron
der Alpenbewohner, Bergsteiger und Skifahrer
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon