Gedenktag katholisch: 15. Juli
Fest in Baden
nicht gebotener Gedenktag im übrigen Bistum Freiburg i.Br. und in Speyer
Name bedeutet: der Bärenstarke (althochdt.)
Votivtafel aus Karlsruhe

Bernhard war der zweite Sohn des Markgrafen Jakob I. von Baden und der Katharina von Lothringen. Er sollte als Markgraf den nördlichen Landesteil von Baden regieren, aber er übertrug nach dem Tode seines Vaters 1453 im Jahr 1457 seine Rechte seinem Bruder Karl. 1452 war er an den Hof von Kaiser Friedrich III. geschickt worden, um Lebensstil und Ritterdienst zu erlernen. Trotz seiner Jugend wurde er schnell schon persönlicher Gesandter des Kaisers. Im Dienst von Kaiser Friedrichs III. warb er ab 1453 in Deutschland, Frankreich und Italien für einen Kreuzzug, den der Kaiser gegen die expandierenden Osmanen plante, und übernahm die Statthalterschaft in Italien. Dort starb er schon 1458 an einer Pestseuche.
Bernhard lebte in strenger Askese, spendete ein Drittel seines Jahreseinkommens den Armen, ein weiteres Drittel der Kirche. Sein Ruf außergewöhnlicher Frömmigkeit war weit verbreitet.
Schon bei Bernhards Bestattung in der Kollegiatstiftskirche Santa Maria della Scala
in Moncalieri
sollen sich sich zahlreiche Wunder ereignet haben, die sich anschließend fortsetzten.
Die Stadt ehrt ihren Schutzpatron alljährlich mit der Festa del Beato Bernardo
.
Votivtafel in Moncalieri

Kanonisation:
Bernhard wurde 1769 seliggesprochen, der Heiligsprechungsprozess wurde 1958 eingeleitet,
kam aber zum Erliegen. Die Erzdiözese Freiburg hat 2011 das Erhebungsverfahren für
den kanonischen Heiligsprechungsprozess wieder eröffnet.
Patron
von Baden, von Moncalieri;
der Jugend und der Männer
Eine
sehr informative Website
über Bernhard bietet der ultimative Stadtführer Baden-Baden
.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
Im Kunstverlag
Josef Fink erschien von Christine Schmitt: Ein
Seliger aus Baden über Leben und Verehrung des Markgrafen und Landespatrons.
Historische Parade mit Reliquarium bei der Festa del Beato Bernardo
in
Moncalieri