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Bernhard wurde um 1066 Mönch im Kloster St-Cyprien bei Poitiers und 1076 Prior von St-Savin-sur-Gartempe. 1096 zog er sich als Einsiedler zurück in den Wald bei Craon und auf die Chaussey -Inseln vor Granville in der Normandie. 1100 wurde er zum Abt von St-Cyprien in Poitiers gewählt, konnte sein Amt wegen Widerständen seiner Gegner aber nicht antreten. Deshalb reiste er nach Rom zu Papst Paschalis II., um seine Ansprüche durchsetzen, was misslang. Etwa ab 1104 war er - wohl mit Erlaubnis des Papstes - wieder als Wanderprediger und Einsiedler unterwegs, um seinem Ideal von strenger, auf Handarbeit gegründeter Lebensweise nach dem Vorbild der ägyptischen Mönche in der Tradition von Antonius nahezukommen. Enge Beziehungen pflegte er zu Vitalis von Savigny und Robert von Arbrissel. Als ihm der Papst die Kardinalswürde antrug, lehnte er ab.
Um 1109 gründete Bernhard im Wald von Thiron
eine Benediktinerkongregation mit dem
Kloster Ste-Trinité, das bald einen großen Aufschwung erlebte und als Reformkloster
Berühmtheit erlangte. Die danach benannte Kongregation von Tiron
breitete
sich aus und umfasste schließlich 23 Abteien und 80 Priorate. Im 17. Jahrhundert
schlossen sich die Tironer der Maurinerkongregation an.
Patron
der Gefangenen und Drechsler
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
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