Ökumenisches Heiligenlexikon

Bonaventura Tornielli
auch: von Forlì

Gedenktag katholisch: 31. März
gebotener Gedenktag im Servitenorden: 6. September

Name bedeutet: von guter Zukunft (latein.)

Priester, Generalvikar, Prediger
* 1410 in Forlì in Italien
† 31. März 1491 in Udine in Italien

Kartenskizze

Bonaventura Tornielli trat dem Servitenorden bei, studierte Theologie und wurde zum Doktor promoviert. Er wurde Prior in Rom und entwickelte sich zu einem feurigen, geistreichen und einfühlsamen Prediger. Als Fastenprediger wurde er weithin bekannt und schnell einer der bekanntesten Bußprediger Italiens. Er wurde in die bedeutendsten Kirchen und Städte Italiens eingeladen, so nach Bologna, Venedig, Florenz, Brescia und Perugia>; hier rief er die Menschen in der von der Pest heimgesuchten Stadt nicht nur zur Buße und zum Flehen um Gottes Hilfe auf, sondern auch zu selbstlosem Dienst an den Kranken und Armen; er wurde als zweiter Paulus bezeichnet.

Papst Sixtus IV. ernannte ihn zum apostolischen Prediger mit der Vollmacht, überall Gottes Wort zu verkündigen. Innerhalb des Servitenordens bekleidete er zahlreiche Ämter, 1488 wurde er für einige Jahre Generalvikar der Observanz, der strengeren Richtung des Ordens. Als er 1491 in Udine Fastenpredigten hielt, ereilte ihn ein plötzlicher Tod.

Kanonisation: Der Kult wurde 1911 von Pius X. bestätigt.


Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• http://www.serviten.de/heilige_des_ordens/liturg_kalender/bonaventura_forli.html
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