Ökumenisches Heiligenlexikon

Bonifatius IV.

Gedenktag katholisch: 8. Mai
Name bedeutet: der Wohltäter (latein.)
Papst
* in der Gegend um den früheren Lago Fucio in den Abruzzen Italien
† 8. Mai 615 in Rom
Kartenskizze

Bonifatius war Sohn eines Arztes, trat in päpstliche Dienste und bekleidete das hohe Amt des Dispensators, von Gregor dem Großen sehr geschätzt. Im August 608 wurde er Papst. Er wandelte das Pantheon in Rom in die Kirche Maria ad Martyres um; ihre Weihe am 13. Mai 610 bildete im Zuge der in jener Zeit aufblühenden Heiligenverehrung den Grundstein für das - später durch Papst Gregor III. auf den 1. November verlegte - Fest Allerheiligen. Die Missionsarbeit in England lag ihm am Herzen, er unterstützte den irischen Missionar Kolumban.

Kloster Sant Pere de Rodes in den katalonischen Pyrenäen. Hierher ließ der Überlieferung nach Bonfifatius IV. die wichtigsten <a href=Reliquien von Rom - darunter den Kopf und den rechten Arm von Petrus - bringen, um sie versteckt zu halten" />

Kloster Sant Pere de Rodes in den katalonischen Pyrenäen. Hierher ließ der Überlieferung nach Bonfifatius IV. die wichtigsten Reliquien von Rom - darunter den Kopf und den rechten Arm von Petrus - bringen, um sie versteckt zu halten. Später wurde an dieser Stelle das Petrus geweihte Kloster errichtet, 879 erstmals urkundlich erwähnt.   

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Catholic Encyclopedia

Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon





Quellen:
• Karl Heussi: Kompendium der Kirchengeschichte. J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen 1976
• http://www.newadvent.org/cathen/02660c.htm
• http://www.pyreneesguide.com/articles.asp?cID=51&sID=166&aID=539
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe J.B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2000



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