Ökumenisches Heiligenlexikon

Bonifatius von Canterbury
auch: B. von Savoyen

Gedenktag katholisch: 14. Juli

Name bedeutet: der Wohltäter (latein.)

Mönch, Bischof von Belley, Erzbischof von Canterbury
* um 1206 in Savoyen in Frankreich
† 14. Juli 1270 in Hautecombe am Lac du Bourget in Frankreich

Bonifatius war Sohn des Grafen Thomas von Savoyen. Er trat in den Kartäuserorden ein. 1232 wurde er Bischof von Belley, 1241 auch Administrator des Bistums Valence. Auf Betreiben des englischen Königs Heinrich III., der engere Beziehungen zu Savoyen anstrebte, wurde er 1249 nach längeren Auseinadersetzungen zum Erzbischof von Canterbury gekrönt. Dort sorgte er für die Verminderung der Schulden und Reformen in der Diözese, stieß aber auf Widerstand seiner KlerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien.. Auf mehreren SynodenSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. trat er für die Rechte seiner Kirche ein.

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Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 2. Herder, Freiburg im Breisgau 1994