Ökumenisches Heiligenlexikon

Bonifatius von Lausanne
französischer Name: Boniface

Gedenktag katholisch: 19. Februar
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Lausanne-Genf-Fribourg

Name bedeutet: der Wohltäter (latein.)

Bischof von Lausanne
* um 1182 in Brüssel in Belgien
† 19. Februar 1261 in La Cambre / Ter Kameren (Maria Kammern) im heutigen Brüssel in Belgien

Kartenskizze Kartenskizze

Bonifatius studierte in Paris, wo er dann auch als Professor lehrte. 1216 wurde er Dekan an St. Gudula in Brüssel, dann Domscholastiker in Köln. 1231 wurde er Bischof von Lausanne; er bemühte er sich besonders um die Unterweisung seiner Kirchenglieder und förderte die Ansiedlung von Dominikanern. 1238 musste er wegen Widerständen in seinem Bistum fliehen und ging nach Rom, wo er 1239 auf sein Amt verzichtete. Bonifatius ging 1243 in seine Heimat zurück, fungierte als Weihbischof und lebte bei der Zisterzienserinnenabtei in La Cambre / Ter Kameren (Maria Kammern), wo er als Weihbischof die Nonnen unterrichtete.

1245 gab Bonifatius die Exkommunikation von Kaiser Friedrich II. bekannt - Friedrich wurde schon 1227 und nochmals 1239 von Papst Gregor IX. nach kriegerischen Auseinandersetzungen gebannt und 1245 von Papst Innozenz IV. im Zuge des Machtkampfes zwischen dem Vatikan und dem König für abgesetzt erklärt.

Bonifatius wurde im Chor der Klosterkirche von Maria Kammern bestattet. Seine Reliquien liegen dort nun in einem Schrein aus dem 19. Jahrhundert.

Kanonisation: Bonifatius wurde am 19. Februar 1702 selig gesprochen.
Patron gegen Fieber





Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 2. Herder, Freiburg im Breisgau 1994
• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. XVI, Herzberg 1999