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Postkarte: Ort und Kirche Heiligenblut
mit Großglockner, um 1920 
Der Legende nach war Brictius ein dänischer Prinz, der am byzantinischen Hof in Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - eine hohe Stellung innehatte. Eines Tages schenkte ihm dort der Kaiser, als aus einem geschändeten Kreuz Blut floss, dieses als Reliquie. Um das kostbare Geschenk vor Räubern zu schützen, habe Brictius seine Wade aufgeschnitten und die Reliquie hineinwachsen lassen. Auf dem Rückweg in seine Heimat wurde er bei der Alpenüberquerung an der Stelle des heutigen Heiligenblut von einer Lawine verschüttet. Aus den Schneemassen wuchsen drei Ähren heraus, wodurch sein Leichnam gefunden wurde. Die Bauern begruben ihn, aber sein rechts Bein weigerte sich, unter der Erde zu bleiben; schließlich fand der herbeigerufene Bischof das Fläschchen mit dem heiligen Blut in diesem Bein eingewachsen.
Wandmalerei: der Bischof betrachtet Brictius' aus der Erde hervorragendes Bein, in
der Pfarrkirche in Heiligenblut
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Für die Reliquie und Brictius wurde in Heiligenblut eine Kapelle errichtet, sie wurde 1253 erstmals urkundlich erwähnt, 1273 erneuert und ab dem 14. Jahrhundert durch die erst 1491 fertiggestellte heutige Pfarrkirche, die Vinzenz von Valencia geweiht ist, ersetzt. In ihr wird die Reliquie im 13 Meter hohen Sakramentshäuschen bewahrt; Brictius' sterbliche Reste liegen in der Krypta.
Kanonisation:
Dem Antrag auf Heiligsprechung von Brictius wurde nicht zugestimmt, da
die Beweise nicht ausreichend waren. Dennoch wird er über Heiligenblut
hinaus als heilig verehrt.
Die Heiligblutreliquie im
Sakramentshäuschen in der Pfarrkirche in Heiligenblut
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Das 13 m hohe Sakraments-häuschen aus Sandstein in der Pfarrkirche in Heiligenblut
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Brictius' Grab, Ende des 17. Jahrhuderts, in der Krypta der Pfarrkirche in
Heiligenblut
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Pfarrkirche in Heiligenblut
vor dem Großglockner, dem mit 3.798 m höchsten Berg Österreichs
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