Gedenktag katholisch: 1. Mai
in St. Brieuc: Empfang der Gebeine: 18. Oktober
Brieuc, ein Kelte, wurde in Irland, dann ab 431 bei Germanus von Auxerre ausgebildet. Schon vor seiner Priesterweihe vollbrachte er der Überlieferung nach zahlreiche Wunder. 480 gründete er ein Kloster in Landebaeron beim heutigen Tréguier, dann ein Oratorium an der Stelle des heutigen St-Brieuc, wo er auch zum Bischof geweiht worden sei. Zahlreiche Wunder und Heilungen werden ihm zugeschrieben.
Tatsächlich wurde das Kloster St-Brieuc wohl erst 560/565 gegründet. Samson von Dol und Martin von Tours verfassten Lebensbeschreibungen, die von einem Priester im 11. Jahrhundert für eine historisch wertlose Biografie benutzt wurden.
Kapelle Notre-Dame de la Fontaine in St-Brieuc
mit Quelle an der Stelle, wo Brieuc sein Oratorium
erbaute 
Eine in Brieucs Grab in Angers - wohin seine Gebeine um 855 zur Rettung vor den Normannen überführt wurden - gefundene Inschrift aus dem 11. Jahrhundert nennt ihn Bischof. Eine weitere Translation fand im 10. Jahrhundert nach Paris und 1166 nocheinmal nach Angers statt. Einige Reliquien wurden 1210 wieder nach St-Brieuc in die Kathedrale zurückgebracht, nachdem der alte Holzbau komplett abgebrannt und 1180 als Steingebäude wieder aufgebaut worden war. Viele Kirchen in Irland, England und Schottland tragen Brieucs Namen.
Attribute:
einen Drachen zertretend, mit Feuersäule
Patron
der Taschenmacher
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon