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Aloysius McVeigh: Ikone, erstellt im Auftrag der Kirchengemeinde von Kildare

Der Legende zufolge stammte Brigidas Vater aus adligem Geschlecht, während
ihre Mutter eine Leibeigene war. Patrick
habe sie getauft. Brigida zeichnete sich durch ihre Schönheit aus, weigerte sich
aber, zu heiraten. Schließlich gestattete man dem frommen Mädchen im Alter von
14 Jahren, das Elternhaus zu verlassen und Nonne zu werden. Unweit ihres
Elternhauses in Faughart
grĂĽndete sie demnach eine Zelle unter einer Eiche. Gesichert ist ihre GrĂĽndung
des daraus entstandenen Klosters für Nonnen und später auch für Mönche mit dem
Namen Kildare
- was Kirche der Eiche
bedeutet. Brigida wurde Äbtissin dieses Klosters
und konnte auch den Abt des Männerklosters ernennen. Das Doppelkloster Kildare
wurde eines der berĂĽhmtesten in Irland. Andere KlostergrĂĽndungen folgten, auch
soll sie den Brigidenorden gestiftet haben.
Spätere Legenden berichten davon, dass Brigida Haustiere geheilt habe, im süddeutschen Raum gilt sie daher als Schutzheilige des Viehs. Als Frau von seltener Entschlusskraft und hoher Begabung gehört sie heute mit Patrick und Kolumban zu den drei irischen Schutzheiligen.
Mönch Cogitosus aus Kildare
wurde 655 mit der Abfassung der Lebensgeschichte von Brigida beauftragt; in ihr
fehlen Hinweise auf edle Abstammung. Bald schon wurden viele Wundergeschichten mit
ihr verbunden, meist aus dem Bereich der Landwirtschaft und mit Tieren; so
wurden in die Legenden Züge der namensähnlichen keltischen Göttin Brighid
eingearbeitet. Brigida wird als Maria
Hibernorum
, Mutter Gottes von Irland
, verehrt.
In Kildare,
wo Brigida zunächst bestattet wurde, wurde ihr zu Ehren ein ewiges Feuer unterhalten,
bis der Bischof 1220 dieses St. Brigidenfeuer
, das zu manchem Aberglauben
Anlass gegeben hatte, untersagte. 878 wurden der Ăśberlieferung nach Brigidas Reliquien
vor den Normannen nach Downpatrick
in Sicherheit gebracht und im Grab von Patrick
und Kolumban beigesetzt;
so wurden die drei Patrone Irlands
zusammengefĂĽhrt. Viele Teile der Reliquien
gelangten auch auf das Festland. Die Verehrung war schon frĂĽh weit verbreitet in
England, Schottland und Wales, an vielen Orten im deutschsprachigen Europa, in
Skandinavien, Frankreich, Italien und Portugal. Das von Brigida gegrĂĽndete
Nonnenkloster in Kildare bestand bis zu seiner Aufhebung 1540, das mit ihm
verbundene Mönchskloster soll an die Augustinerchorherren
gekommen und unter König Heinrich VIII. aufgehoben worden sein.
Der christliche Gedenktag nimmt den alten Feiertag fĂĽr Brighid, der keltischen
Muttergöttin auf, der als Frühlingsanfang am 1. Februar gefeiert wurde. Zusammen
mit Mariä Lichtmess und der
Festlegung des christlichen Brigida-Gedenktags auf den keltischen wurde die
alte Tradition getauft
. Das englische Wort bright
, fĂĽr hell
weist noch auf
Brighid hin. Auch heute noch werden in irischen Kindergärten und Schulen
Brigids-Kreuze in FortfĂĽhrung der Tradition der alten Sonnensymbole geflochten
und es werden GlĂĽcksspiele veranstaltet, die einen Blick in die Zukunft erlauben
sollen.
Im Stadtteil Borr von Erftstadt bei Köln wird Brigida als Schutzpatronin der Stalltiere verehrt. In einem Festgottesdienst am 1. Februar werden Schwarzbrote gesegnet, früher gab es an diesem Tag eine Wallfahrt nach Borr. Bierstadt - heute ein Stadtteil von Wiesbaden - ist nach Brigida benannt, da es auf iro-schottische Missonare zurückgeht; die erste Kirche wurde schon 927 erwähnt, ihr Nachfolgebau ist heute die Evangelische Kirche; die katholische Kirchengemeinde trägt den Namen St. Birgid.
Attribute:
mit Kuh, als Magd, Feuerflammen ĂĽber dem Kopf
Patronin
von Irland; des Geflügels, der Kühe und des Viehs, der Kinder und Wöchnerinnen,
gegen UnglĂĽck und Verfolgung
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon