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Fensterbild im Kölner
Dom ![]()
Brun war der jüngste Sohn von Kaiser Heinrich I. und seiner Frau Mathilde, Bruder des späteren Kaisers Otto I. und von Geburt an für den geistlichen Stand bestimmt. Seine Ausbildung hatte er als Kind in der Domschule von Utrecht erhalten, er galt als einer der Gebildetsten des Reiches. Den gerade 14-jährigen holte Bruder Otto zurück an den Hof und machte ihn mit 15 Jahren zum Kanzler des Reiches. Brun, der von tiefer Frömmigkeit erfüllt war, verbesserte die Ausbildung der Hofgeistlichen und setzte sich ein für die Ausbreitung der Reformen von Gorze, so nachweislich in der großen Abtei Lorsch. 950 wurde Brun zum Priester geweiht; ein Jahr später, noch vor seiner Erhebung zum Bischof, wurde er Erzkapellan an der Hofkapelle.
953 wurde Brun Erzbischof von Köln,
gleichzeitig wurde er Herzog von Lothringen
.
Mit seiner Doppelstellung als Erzbischof und als Reichsfürst vertrat er die
Interessen seines königlichen Bruders, band den Klerus eng an das Königtum und
leitete damit die Neuorganisation der Reichskirche ein. Sein Mittel dazu war,
dass er die Leitung der Domschule selbst in die Hand nahm, hier aus dem ganzen
Reichsgebiet begabte Schüler um sich scharte und mit ihnen dann die wichtigsten
Bischofsstühle besetzte, damit sie in seinem Sinne wirkten. Brun war der erste
Kölner Erzbischof, der weltliche und geistliche Gewalt gleichermaßen in Händen
hielt; bis zur Säkularisation durch Napoleon 1801 blieben die Erzbischöfe von
Köln auch weltliche Regenten. Otto
I. wollte das Königtum gegenüber den Interessen der einzelnen Stammesfürsten
absichern. Dabei spielte die Kirche eine entscheidende Rolle: frei von
partikularen und regionalen, nicht zuletzt auch von familiären Interessen
sollten die Bischofe zu Säulen des Reiches werden.
961 salbte Brun seinen Neffen Otto II. in Aachen
zum König. Während Otto I. Italienfeldzug hatte Brun die Regentschaft im Reich gemeinsam mit dem
Bischof von Mainz
und scheute auch vor Heereszügen nicht zurück. Bald nach Bruns Tod erzählte man
von einer Vision des KlerikerEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat.
Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien.
s Poppo, wonach Brun wegen seiner übertriebenen
weltlichen Studien vom höchsten Richter angeklagt, aber von Paulus
verteidigt und gerechtfertigt worden sei.
St. Pantaleon heute
Brun gründete als Kölner Bischof die Benediktinerabtei St. Pantaleon und die Stifte Groß-St. Martin, St. Andreas und St. Maria im Kapitol, dazu in Soest das Patroklistift. Er erweiterte den Dom um ein Seitenschiff auf jeder Seite und brachte den Petrusstab - mit dem Maternus vom Tod auferweckt worden sein soll - und die Petruskette nach Köln.
Auf der Heimreise von Compiègne, wohin er als Friedensstifter gerufen war, starb Brun, entkräftet von seinen vielfältigen Aktivitäten. Auf seinen Wunsch hin wurde er in dem von ihm begründeten Kloster St. Pantaleon in Köln bestattet.
Bauernregel:
St. Bruno Sonnenschein / schüttet Zucker in den Wein.
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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