Ökumenisches Heiligenlexikon

Calogerus von Sizilien
italienisch: Calogero

Gedenktag katholisch: 18. Juni

Name bedeutet: von guter Ehre (griech.)

Einsiedler auf Sizilien, Abt auf dem Monte Gemmariano (?)
* in Konstantinopel, heute Ístanbul in der Türkei (?)
† um 485 (?) auf dem Monte Gemmariano nahe Sciacca bei Agrigento auf Sizilien in Italien

Calogerus lebte wohl vor der Invasion der Araber als Einsiedler auf dem Monte Gemmariano nahe Sciacca auf Sizilien.

Eine weit verbreitete Legende erzählt, dass er Sohn christlichen Eltern in Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - war und eine Wallfahrt nach Rom unternahm. Dort ließ er sich von Papst Leo „dem Großen” als Mönch ordinieren; der beauftragte ihn mit der Mission auf der Insel Lipari, die er von bösen Geistern befreite und deren Bewohner er bekehrte. Auf Geheiß eines Engels ging er dann um 450 nach Sizilien, ließ sich auf dem Monte Gemmariano bei Sciacca nieder, sammelte eine Mönchsgemeinschaft, darunter Sierius, und bekehrte viele Menschen zum Christentum, auch in Naro, Palermo und Lentini.

Kanonisation: Papst Clemens VIII. gestattete Calogerus' Verehrung.

Patron von Naro





Quellen:
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl. Bd. 2. Herder, Freiburg im Breisgau 1994
• Vollständiges Heiligen-Lexikon ..., 1. Band: A-D. Herausgegeben von Johann Evangelist Stadler und Franz Joseph Heim, B. Schmid'sche Verlagsbuchhandlung, Augsburg, 1858