Gedenktag katholisch: 1. Juli
Name bedeutet: der leuchtende Kopf (griech.)
Carilefus war zunächst Einsiedler; nachdem sich immer mehr Schüler um ihn gesammelt hatten, gründete er und leitete als erster Abt das Kloster St-Martin in Anisola - dem heute nach ihm benannten Calais. Wahrscheinlich ist, dass die Klostergründung nach 511 mit Hilfe von Childebert I. erfolgte, jedenfalls stand es unter besonderem Schutz der Merowinger.
Die erste urkundliche Erwähnung des Klosters stammt von Gregor von Tours, der berichtete, dass Merovech hier im Jahr 576 von seinem Vater Chilperich in Haft gehalten wurde. Carilefus' Leben beschreiben drei Legenden, die nicht vor dem 9. Jahrhundert entstanden, sowie ein ebenfalls historisch wertloser Wunderbericht.
Um 760 wurden Carilefus' Gebeine nach Blois überführt, Teile wurden 1663, die Reste 1789 nach Calais zurückgebracht.
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
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