Ökumenisches Heiligenlexikon

Cecilia Eusepi

Gedenktag katholisch: 1. Oktober

Name bedeutet: die Blinde
oder: aus der (altrömischen) Familie der Cäcilier (latein.)

Tertiarin
* 17. Februar 1910 in Monte Romano bei Nepi in Italien
† 1. Oktober 1928 daselbst

Cecilia wurde als letztes von elf Kindern geboren. Mit ihrer verwitweten Mutter und ihrem Onkel wuchs sie auf einem Landgut auf. Mit sechs Jahren besuchte sie die Schule der Zisterzienserinnen in Nepi. In der von Serviten betreuten Pfarrkirche lernte sie auch diesen Orden kennen und trat ihm im Alter 12 Jahren - mit besonderer bischöfliche Erlaubnis ob ihrer Jugend - als Tertiarin bei; bei den Serviten in Nepi wurden damals Ordensleute für die Mission ausgebildet, auch Cecilia wollte Missionarin werden. Zur Ausbildung kam sie auch nach nach Rom und Pistoia. Als sie aber 16-jährig an Tuberkulose erkrankte, musste sie nach Nepi zurückkehren.

Cecilias geistliches Leben war geprägt von einer tiefen kindlichen Liebe zu Jesus. Schon als Kind las sie die Autobiographie von Thérèse von Lisieux, die damals noch nicht heiliggesprochen war, und war von ihr tief bewegt.

Ihre letzten beiden Lebensjahre verbrachte Cecilia auf dem Landgut in Monte Romano, auf dem sie aufgewachsen war. Demütigungen durch den neuen Gutsbesitzer ertrug sie mit Geduld. Sie litt sie an Einsamkeit, kam sich wie im Exil vor. Zweimal pro Woche brachte man ihr die Kommunion, da sie zu schwach war, um in die Kirche zu gehen. Am Gedenktag der Thérèse von Lisieux starb sie im Alter von nur 18 Jahren.

Kanonisation: Der Seligsprechungsprozes wurde 2010 eröffnet.





Quellen:
• http://www.serviten.de/heilige_des_ordens/eusepi/cecilia_eusepi.html